Die UFO-Akten 42 - Der Schatz von Oliver Miller

Oliver Miller
DIE UFO-AKTEN
Der Schatz
Band 42
Erschienen am 02.05.2023
Cover von Shutterstock

Bauunternehmer Robert "Bob" Roy arbeitete zeitlebens hart, um seiner Familie ein besseres Dasein zu ermöglichen, als es ihm selbst in jungen Jahren vergönnt war. Jetzt muss der knapp Siebzigjährige allerdings feststellen, dass er gescheitert ist. Erst brach seine Tochter den Kontakt zu ihm ab, dann trennte sich seine Frau von ihm – und auch mit der Baufirma geht es bergab.
Da kommt der Auftrag des Millionärs Howard Fuhr, eine alte Farm in Milican Field, Oklahoma abzureißen, zur rechten Zeit. Zumal Bob dabei auf einen verborgenen Kellerraum stößt, in dem eine metallbeschlagene Truhe mit zwei grünlich leuchtenden Kristallen steht. Bob greift zu und nimmt die scheinbar wertvollen Steine an sich. Doch das ruft nicht nur die NSA, sondern auch Cliff und Judy auf den Plan, denn der Fund ist von extraterrestrischer Brisanz...

Wie Rafael Marques hat sich auch Oliver Miller in den neuen Romanen der UFO-Akten seinen eigenen Zyklus ersonnen und verfolgt diesen Heft für Heft weiter. Das bringt etwas Struktur in die Serie und gefällt mir gut. Es sind nur noch fünf alte Romane neu zu veröffentlichen und ich hoffe, dass uns die Serie über die 50 Hefte hinaus erhalten bleibt und nicht im alten Kanon abschließt und viele Fragen offen lässt. Der sehr interessante Werkstattbericht von Oliver Miller in der Heftmitte vermittelt einen sehr guten Blick auf den Autor und sein Schaffen und lässt mich hoffen. Er hat eine klare Vorstellung über seinen „Energiekristall-Zyklus“ und führt in dieser Folge die Thematik um die außerirdische Energiequellen weiter, die seit Jahrhunderten auf der Erde bei UFO-Abstürzen zu finden sind. Sie sollen eine Fähigkeit der Aliens nutzbar machen. Nämlich die Erzeugung von Wurmlöchern. Wozu und wohin das alles führen soll, bleibt auch in dieser Folge vorerst noch unbeantwortet. Der Roman bietet jedoch eine kurzwellige, über weite Strecken spannende und stimmige Story mit guten Charakteren.

Das diese Serie heute noch funktioniert und Potential hat, beweisen vor allem die Beiträge der neuen Autoren. Oliver Miller zeigt mit seinem Zyklus, wie die UFO-Akten heute aussehen könnten und sollten. Das er laut Werkstattbericht auch im Heftroman wert auf Charakterbildung legt, fällt auch in diesem Roman positiv auf. Nicht nur die neuen Protagonisten werden gut gezeichnet, der Autor geht auch mehr und tiefer auf die Hauptakteure, ihre Interaktion und Vergangenheit ein, was mir sehr gut gefällt. Die Charakterbildung unserer beiden Helden finde ich nach wie vor noch sehr oberflächlich. Da ist noch Luft nach oben. Auch die anderen Ansichten des Autors aus seinem Werkstattbericht und Autorenporträt teile ich voll und ganz. Oliver Miller ist eine echte Bereicherung für diese Serie und den Heftroman insgesamt.

Cover: ⭐️⭐️

Schreibstil: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Thema: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Charaktere: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Spannung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Serienflair: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Gesamt: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Beliebte Posts aus diesem Blog

Bastei-Seriencrossover John Sinclair - Professor Zamorra - Dorian Hunter

Gespenster-Krimi 77 - Der Vampir von Rom - von Michael Schauer

Castor Pollux 1 - Gladiator der Finsternis - von Michael Schauer