Samstag, 7. September 2019

Professor Zamorra 1181 - Wächter der Geisterstadt - von Oliver Müller und Manfred H. Rückert

Geschrieben von Oliver Müller, Manfred H. Rückert
Cover von Shutterstock
Erschienen am 03.09.2019
Der Tod ist etwas Endgültiges für jedes Lebewesen. Oder er sollte es sein.
Er ist sozusagen eine einmalige Angelegenheit.
Doch nicht für jeden.
Bei einigen Wesen gibt es einen Riss im bis dahin stabilen Kontinuum von Raum und Zeit. Die Kräfte, die frei werden, spalten die Seele oder den Geist ab.
Manche Entitäten verändert er auch nur, und ein ungewisses Schicksal entlässt sie zurück ins Leben, obwohl sie das dunkle Reich besser nie mehr verlassen sollten.
So wie dieses Wesen ...

In Sutherland, South Carolina trifft das Pärchen Jake Bresnik und Linda Kent bei Fotoaufnahmen für Ihre Lost Places Internetseite auf ein Geisterphänomen. Dieses offenbart Hinweise zu dem Journalisten Brik Simon. Diesen kontaktieren sie umgehend und er macht sich auf den Weg zu den beiden, da dieses Phänomen Verbindungen zu weit zurückliegenden Ereignissen in der Geisterstadt und dem damit verbundenem Verschwinden seiner Frau Tina gibt. Zur gleichen Zeit wird auch Artemis van Zandt von übersinnlichen Ereignissen und einer Erscheinung auf seinem Weg durch die USA heimgesucht. Alles Hinweise führen in die Geisterstadt und auch Professor Zamorra eilt zum Ort des Geschehens um die erneute Rückkehr der Brackwater Hexen zu einem finalen Ende zu bringen.

Der aktuelle Band greift eine zurückliegende Handlung aus Band 1125 „Engel der Geisterstadt“ auf. Da ich diesen nicht gelesen hatte, gestaltete es sich diesmal etwas schwer in die Geschichte einzutauchen. Auch spielen diesmal mit Artemis van Zandt und Brik Simon für mich neue Protagonisten eine tragende Rolle. Die erste Hälfte des Romans war beschwerlich und oft verwirrend in der Handlung. Die Geschichte kommt trotz interessantem Plott einfach nicht ins Rollen. Nachdem Zamorra die Bühne betritt wird es etwas spannender und gegen Ende sogar noch richtig gut. Da wurden für mich einige Dinge etwas verständlicher. Aber dennoch fand ich diesen Roman insgesamt eher durchschnittlich. Ich hätte mir an dieser Stelle eine Einführung mit einer Zusammenfassung der zurückliegenden Ereignisse gewünscht und vielleicht auch eine dezente Charakterbeschreibung und mehr Informationen zu den Protagonisten, auch wenn dies für Stammleser dann eher eine Wiederholung gewesen wäre.

Dienstag, 3. September 2019

Maddrax 512 - Ganz neue Perspektiven - von Ian Rolf Hill


Erschienen am 03.09.2019
Geschrieben von Ian Rolf Hill
Cover von Néstor Taylor

Endlich verfügt Colonel Aran Kormak mit dem gestohlenen Gleiter über eine schlagkräftige Waffe, mit der er sich Commander Drax vorknöpfen kann. In dessen Gleiter befinden sich zurzeit noch viel mächtigere Waffen: die Artefakte in der BagBox des Archivars Patrem, die Matt zum Hort des Wissens bringen will.
Bei Nürnberg fängt Kormak unsere Gefährten ab. Bei seinem Angriff kommt eins dieser Artefakte ungewollt zum Einsatz: der Körpertauscher. Dies ergibt für zwei Protagonisten ganz neue Perspektiven...

Achtung SPOILER! Wer den Roman noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension danach lesen!!!

Matt, Aruula und Ydiel wollen sich, nachdem sie Quart‘ol in Rymaris abgestetzt haben, auf den Weg zum Hort des Wissens begeben um dort die BagBox des Archivars Padrem in Sicherheit zu bringen. Beim Überflug über Nürnberg bewegt Matt die funktionierende Leuchtreklame eines Fast-Food-Restaurants zu einem Zwischenstopp. Genau bei diesem Stopp findet Kormak seinen Erzfeind und es kommt zur Konfrontation. Ydiel bewacht den Gleiter und während Matt in die Stadt gelassen wird um das vermeintliche Essen zu besorgen lauert Kormak Aruula auf, die bei den Stadtwachen zurückgeblieben ist. Im Kampf mit Aruula löst diese den Körpertauscher des Archivars aus und wechselt dadurch mit Kormak den Körper. Er nutzt die Gelegenheit um Aruula in seinem Körper ausser Gefecht zu setzen und selbst im Körper von Aruula zum Gleiter zu gelangen und Matt und Ydiel zu überwältigen. Nach einigen Kämpfen und hin und her gelingt es ihnen Kormak aus dem Gleiter zu bekommen. Matt kann Kormak überzeugen den Körpertausch rückgängig zu machen, da die Versetzung sonst nach einiger Zeit irreversibel ist. Beide wollen wieder ihrer Wege gehen, soweit dies möglich ist. Doch Kormak hat mit der Manipulation des Gleiters eine Falle gelegt die nach einem Coup von Maddrax aber letztendlich ihn selbst zu einer Bruchlandung mit seinem eigenen von Takeo erbeuteten Gleiter zwingt. Ein weiters Signal einer Parallelwelt in Coellen fügt dem Kurs der Gefährten einen weiteren Zwischenstopp hinzu.

In dieser Ausgabe hatte Florian Hilleberg die Aufgabe, dem Gewinner des Preisrätsels aus Band 500 eine Gastrolle auf den Leib zu schreiben. Alexander Haertl aus Waldsassen in der Nähe von Nürnberg war der Glückliche und auf der Leserseite sind die Angaben zu finden, die er zu seiner Person für die Einbindung gegeben hat. Aber nicht nur Alexander in der Figur des „Ignoranten“ Aleeksander, sondern auch seine Freundin Bettina als Beeti und selbst seine Hauskatze Minka bekommt einen Auftritt als Katatze Minkaa. Aufgabe super gelöst! 

Der Roman hat nicht nur mit seinem Nebendarsteller eine humorvolle Note bekommen. Auch Matts Hoffnung bei seinem Ausflug ein noch funktionierendes Fast-Food-Restaurant zu finden, war echt amüsant. Ebenso der „apokalyptische Horrorclown“ in Form des Betreibers im Ronald Kostüm. Die Idee Aruula und Kormak die Körper tauschen zu lassen fand ich auch gut. Allerdings wurde das Verwechselspiel nicht gerade lange für die anderen Protagonisten aufrechterhalten. Die darauffolgenden Kämpfe und das hin und her bis zur Rückversetzung, fand ich etwas in die Länge gezogen und dominierte den Roman am Ende wie ich finde zu Ungunsten der Story. Mit dem dramatischen Ende hatte ich allerdings nicht gerechnet. Der Körpertauscher ist dahin und auch die anderen Artefakte des Archivars wurden mit der Verstümmelung von Patrems Hand durch Minkaa auch erstmal aus dem Spiel genommen. 

Also erneut ein insgesamt sehr gelungener Beitrag der Humor aber auch Action bietet. ACHTUNG SPOILER! Der Autor und Schöpfer der Figur Ydiel darf diese auch am Ende zu Grabe tragen. Sehr traurig, denn ich hatte gehofft, dass der Sauroide uns etwas länger begleiten wird. Ich mochte ihn nach dieser kurzen Zeit schon sehr. Aber wer Maddrax begleitet der lebt halt „ganz sssschön gefährrrrlich!“

Donnerstag, 29. August 2019

Perry Rhodan MIssing SOL 6 - Das Orakel von Takess - von Hermann Ritter


Geschrieben von Hermann Ritter
Titelbild von Dirk Schulz
Erschienen am 23.08.2019

Das Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: Seit über 3000 Jahren reisen die Menschen zu den Sternen. Sie haben unzählige Planeten besiedelt und sind faszinierenden Fremdvölkern begegnet. Terranische Raumschiffe erforschen das Universum, manche davon werden zu berühmten Legenden – dazu gehört insbesondere die gigantische, hantelförmige SOL.
Perry Rhodan hat die Menschheit von Beginn an bei ihren Vorstößen ins All geleitet. Als er in der Milchstraße eine kosmische Katastrophe abwenden will, wird er unfreiwillig in die ferne Galaxis Tare-Scharm versetzt.
Dort stößt er auf Nachkommen der verschollenen SOL-Besatzung und macht sich auf die Suche nach dem Mittelteil des Raumschiffs. Rhodan entdeckt, dass dessen Besatzung in einer hochgefährlichen Raum-Zeit-Region gefangen ist.
Um diese Solaner zu retten, muss Perry Rhodan herausfinden, wo genau jener Ort ist. Eine Antwort erhofft sich der Terraner auf der riesigen Welt Evolux – Rhodans Ziel ist DAS ORAKEL VON TAKESS ...
Perry Rhodan versucht herauszufinden wo in Tare-Scharm sein Sohn Michael Rhodan an Bord des Mittelteis der SOL in einer Proto-Chaotarchischen Zelle festsitzt. Ein Hinweis führt ihn und die Solaner zurück nach Evolux und gemeinsam machen sie sich auf eine ominöse Pilgerreise zum Orakel von Takess. Der Weg stellt sich als Täuschung in einer virtuellen Realität heraus und trotzdem gelingt es Rhodan schließlich zum Orakel vorzudringen. Doch leider erhält er keine Antworten, denn Colwin Heltamar scheint mit allen Mitteln die Suche verhindern zu wollen. So endet die Begegnung mit dem Orakel von Takess in einer Katastrophe bei der Besatzungsmitglieder sterben und Mahlia ihren Glauben an Rhodans Vorgehensweise verliert. Beim Versuch die Verschwörung gegen ihn, die vielleicht sogar den ganzen Sequenz-Rat von Evolux betreffen, aufzudecken, legt sich Perry mit Heltamar an und landet mit seinen Verbündeten aus dem Tal der Gestrandeten in einem Verlies.
Wieder so ein schönes eigenständiges Abenteuer innerhalb Rhodans Odyssee auf der Suche nach Michael und dem Mittelteil des Raumschiffes SOL. Besonders gut gefällt mir bei dieser Serie, dass Perry mal wieder ganz alleine auf sich und seine Fähigkeiten angewiesen ist ohne Unterstützung von Mutanten oder anderer Unsterblicher. Es hat Spaß gemacht, seit einer Ewigkeit mal wider einen Roman von Hermann Ritter zu lesen. Der Weg zum und die Idee um das Orakel waren anspruchsvoll und gut umgesetzt. Kleine Twists und unerwartete Wendungen in der Handlung hielten die Spannung hoch. Ein wenig enttäuscht war ich, dass wir letztendlich so wenig Information von und über das Orakel von Takess erhalten. Seit einigen Romanen frage ich mich auch immer öfter, warum Perry so die Ruhe weg hat, wo es doch zur Handlungszeit der Miniserie gilt, in der Milchstraße den Weltenbrand zu verhindern. Er hat noch keinen Gedanken daran verschwendet, was inzwischen zuhause passiert und wie er schnellstmöglich zurückkehren kann. Vielleicht kommt da ja noch was, oder ich habe einfach etwas verpasst?! Alles in allem also wieder ein gelungener und spannender Beitrag in dieser Miniserie.

Professor Zamorra 1180 - Der Kopf der Kreatur - von Ian Rolf Hill


Geschrieben von Ian Rolf Hill
Cover von Shutterstock
Erschienen am 20.08.2019

Frankreich, Lyon, 17. Oktober 1793
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“
Unter dem Geschrei der tobenden Menge wurde der Marquis Jean St. Clair aufs Schafott geführt. Er war nur einer von vielen, die der Terrorherrschaft von Maximilien de Robespierre und seinen Anhängern zum Opfer fiel.
Wobei es in seinem Falle keinen Unschuldigen traf.
Denn er war einen Pakt mit dem Teufel eingegangen

In den Wirren der französischen Revolution wird der Marquis Jean St. Clair Opfer der Guillotine. Er hat jedoch mit Asmodi einen Pakt geschlossen um ewige Jugend, Schönheit und Unsterblichkeit zu erlangen. Doch dieser hat nicht die Unsterblichkeit in Verbindung mit Unversehrtheit versprochen. Und so überlebt nur sein Kopf die Hinrichtung und landet zwischen den anderen geköpften Leichen, wo sich eine Ghoul auf Anweisung von Asmodi dem unsterblichen Kopfes des Marquis annimmt.

Nicole Duval und Professor Zamorra sollen unabhängig voneinander von einer zwielichtigen Bande entführt werden. Auftraggeberin ist Franka Chevalier, der Ghoul der sich unter dem passenden Deckmantel eines Bestattungsinstitutes um den Kopf des „Schönen Jean“ kümmert und ihm immer wieder neue Körper besorgt. Leider verwesen diese relativ schnell und werden unbrauchbar. Aus diesem Grund will Franka ihrem Schützling den unsterblichen Körper von Zamorra besorgen um das Problem ein für alle Mal zu lösen. Während die Entführung Nicoles misslingt, gerät Zamorra in die Fänge des schaurigen Paares. Gemeinsam mit dem Druiden Gryf ap Llandrysgryf geht Nicole auf die Suche nach ihrem Partner und es kommt zu einem gefährlichen  Showdown für alle Beteiligten.

Warum hatte ich diese Serie so lange nicht auf dem Schirm? Ich kann es nicht sagen. Aber Zamorra fixt mich immer mehr an. Ich weiß nicht woran es liegt, aber die Serie ist irgendwie anders als John Sinclair oder Dorian Hunter, hat aber genau die Elemente, die alle diese Reihen erfolgreich machen. Und Zamorra und Nicole sind einfach gute und coole Typen. Florian Hilleberg bringt das in seinen beiden ersten Zamorra-Romanen auch sehr gut rüber. Abgefeiert habe ich auf den ersten Seiten schon die Unterhaltung in der Gaststätte „Zum Teufel“. Ich zitiere: „Geister werden gejagt, Dämonen werden gekillt.“ Herrlich!

Der vorliegende Zamorra ist auch wieder pure Horrorunterhaltung im Heftromanformat. Es gibt leichenfressende Ghoule, einen abgetrennten Kopf der nicht stirbt weil er mit Asmodi einen Pakt geschlossen hat und jede Menge Leichen und Totenschädel. Einfach gruselig schön und kurzweilig und spannend geschrieben!

Freitag, 23. August 2019

Maddrax 511 - Deus ex machina - von Jana Paradigi und Ramon M. Randle

Geschrieben von Jana Paradigi , Ramon M. Randle 
Cover von Shutterstock
Erschienen am 20.08.2019

Während Ydiel im Kolosseum einen Kampf auf Leben und Tod bestreitet und Aruula und Quart'ol versuchen, ihm aus dem Untergrund heraus beizustehen, dürfen sie auf Matthew Drax nicht hoffen. Er hat seine Freunde im Stich gelassen, ist zusammen mit Patrem abgeflogen. Er lässt ein Rom hinter sich, das zur Todesfalle geworden ist. Denn was niemand weiß: Nur wenige Stunden noch, dann wird die Anomalie kollabieren und alles im weiten Umkreis ins Nichts reißen...

Auch bei diesem Roman möchte ich niemanden mit einer ausführlichen Zusammenfassung spoilern. Dies wird in meiner Rezension wohl schon zur Genüge der Fall sein. Also wer den Roman noch nicht gelesen hat: Rezi erst danach lesen! Die absolute Empfehlung dazu kann ich hier schon aussprechen.

Nachdem wir vor 14 Tagen mit einem schweißtreibenden Finale und einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen wurden, geht der aktuelle Roman nochmal etwas gemächlicher los. Maddrax muss durch Patrems Stirnreif manipuliert dessen Befehlen folgen und führt den Archivar ins vermeintliche Agartha. Dies wurde ja (für uns Leser bekanntlich) ausgetauscht und so treffen sie in den Höhlen auf seltsame Würmer, die Maddrax letztendlich ungewollt die Flucht mit dem Gleiter zurück nach Rom ermöglichen um Aruula und die Gefährten zu retten. Es folgt ein dramatisches Hin und Her an der Seite und gegen Patrem und ein ungewollter Zeitsprung der Aruula und den anderen das Leben rettet. Der Transfer von Patrem in den Roboter ist ein weiterer Höhepunkt der Geschichte. Und die zurückgelassenen Artefakte in der BagBox des Archivars werden uns wohl auch noch weiter beschäftigen. 

Schöne Twists, eine dramatische Story und ein grandioses Finale. Das alles durften wir in dieser Doppelfolge der beiden Autoren miterleben. So viele tolle Settings, Protagonisten und Erzählebenen wurden übersichtlich und gut in einen großen Handlungsstrang verpackt. Das habe ich schon wesentlich schlechter erlebt, so dass der Roman unübersichtlich, verwirrend und langatmig wird. Dies ist hier zu keiner Zeit der Fall. Auch wenn ich mich ständig in meinen aktuellen Rezis wiederhole: Maddrax hat lange nicht mehr so viel Spaß gemacht. Und die Vorschau und er Autor des kommenden Bandes lässt mich schon im Voraus jubilieren.

Perry Rhodan Mission SOL 5 - Strafkolonie der Ksuni - von Oliver Brill

Geschrieben von Oliver Brill
Titelbildillustrator: Dirk Schulz
Erschienen am 09.08.2019

Das Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: Seit über 3000 Jahren reisen die Menschen zu den Sternen. Sie haben unzählige Planeten besiedelt und sind faszinierenden Fremdvölkern begegnet. Terranische Raumschiffe erforschen das Universum, manche davon werden zu berühmten Legenden – dazu gehört insbesondere die gigantische, hantelförmige SOL.
Perry Rhodan hat die Menschheit von Beginn an bei ihren Vorstößen ins All geleitet. Als er in der Milchstraße eine kosmische Katastrophe abwenden will, wird er unfreiwillig in die ferne Galaxis Tare-Scharm versetzt.
Dort findet er die Nachkommen der SOL-Besatzung. Sie sind auf dem Riesenplaneten Evolux gefangen. Rhodan kann mit einer SOL-Zelle und einigen Verbündeten ins All aufbrechen. Er sucht den Mittelteil der SOL, auf dem noch immer sein Sohn Roi Danton leben könnte. Die Spur ist jedoch über 150 Jahre alt und führt an einen düsteren Ort, wo das brutale Unrecht des Stärkeren regiert – die STRAFKOLONIE DER KSUNI...

Die SZ-2 fliegt zum Susmalsystem, weil Curcaryen Varantir dort Masling Dryw vermutet. Er weiß als einziger wohin der Mittelteil der SOL vor über 150 Jahren verschwunden ist. Doch die Besatzung der SZ-2 gerät in die Gefangenschaft der Ksuni und muss sich auf Ksun Arenakämpfen stellen, die zahlreiche Opfer fordert. Dann wendet sich das Blatt, denn in einer Proto-Chaotischen Zelle erhalten sie endlich Kontakt zu Michael Rhodan und dem SOL-Mittelteil. Aus dieser Zelle konnten sie nicht mehr entkommen. In dieser Anomalie ist dazu noch kaum Zeit für die Besatzung vergangen und so denkt Michael, dass die Kinder der SOL Zellen noch am Leben sind. Michael warnt Rhodan davor, ihm in die Zelle zu folgen und bittet ihn einen anderen Weg zu finden, die galaktische Position des SOL-Gefängnisses zu ermitteln.

Ein weiters solides Abenteuer in dieser tollen Miniserie. Die Geheimnisse um das Schicksal der SOL werden wohl dosiert mit jedem Roman mehr und mehr gelüftet. In diesem Heft kommt es nun zum langersehnten Kontakt von Perry Rhodan zu seinem Sohn Michael alias Roi Danton. Und es wird klar, warum niemand versucht hat, die Kinder und die zurückgelassenen SOL-Zellen zu retten. Dennoch entschuldigt dies für mich nicht den leichtfertigen Einsatz der Nachkömmlinge als Faustpfand, um eine Möglichkeit der schnellen Rückkehr in die Milchstraße zu finden. Aber vielleicht kommt im Laufe der Serie auch hier eine neue Sichtweise oder Überraschung auf uns zu. Die letzten beiden Romane erinnerten mich oft an die alte PR-Action-Serie. Nur kommt hier auch die entsprechende Prise Sense-of-Wonder hinzu, was es zu einer perfekten Mischung macht. Ich bin weiterhin von der hohen Qualität der Romane und dem guten Exposé der Serie begeistert und freue mich auf jedes Heft wie schon lange nicht mehr.

Samstag, 10. August 2019

Professor Zamorra 1179 - Der Teufel aus der Flasche - von Stefan Hensch

Geschrieben von Stefan Hensch
Cover von Shutterstock
Erschienen am 06.08.2019

Nicole blickte zu Zamorra hinüber. Wie Haie umrundeten die schwebenden Schwarzblütler den Professor, bereit jederzeit zuzuschlagen. Außerdem hatten sich die Dämonen verwandelt und zeigten nun ihre wahre Natur. Gierig klafften ihre Mäuler auseinander, und mehrreihige Gebisse mit überdimensionierten Zähnen waren zu erkennen. Die Hände hatten sich in Klauen verwandelt, die tödlichen Dolchen in ihrer Gefährlichkeit in nichts nachstanden.
Es war offensichtlich, die Angreifer würden sehr bald zuschlagen ..

Im Jahr 1983 erleidet Brandon Hoffa nach einem Ehestreit einen schweren Autounfall von dem er sich nicht mehr erholen kann. Seine Frau Sheryl fühlt sich für den Unfall verantwortlich und greift in Ihrer Verzweiflung auf die okkulte Erfahrung ihres Exfreundes zurück. In einer mysteriösen Flasche die sie von ihm erwirbt, lebt Basima, eine Dschinn. Sie gewährt ihr ganz klassisch drei Wünsche. Mit einem der drei Wünsche kann sie ihren Mann retten. Sie wird jedoch gewarnt, alle Wünsche in Anspruch zu nehmen. Denn nach dem dritten Wunsch hat sie’s nur noch 13 Tage Zeit um einen hohen Preis zu bezahlen. Unglückliche Umstände treiben sie letztendlich doch dazu, alle Wünsche aufzubrauchen. Somit nimmt nicht nur das Verhängnis für sie, sondern auch für Ihren Mann der sie beschützen will, seinen Lauf.
In der Gegenwart werden Zamorra und Nicole mit einem scheinbar ganz irdischen Problem konfrontiert. Marie Schmitt bittet Nicole um Hilfe bezüglich ihres Sohnes Max. Dieser soll auf den richtigen Weg gebracht werden, nachdem der Taugenichts auf mysteriöse Weise zu viel Geld gekommen ist. Nach und nach wird klar, dass auch hier ein Dschinn im Spiel ist. Dieser bringt in einem spektakulären Kampf Zamorra in eine ganz prekäre Lage. Und der ganze Fall führt zu den Ereignissen aus 1983.

Flaschengeister sind jetzt nicht unbedingt die Art von Geistern, die normalerweise einen großen Gruselfaktor vermitteln. Doch Stefan Hensch liefert nicht nur eine schöne Story in zwei Zeit- und Erzählebenen ab. Er lässt die „guten“ Geister auch in einem ganz anderen Licht erscheinen. Seine Dschinn ist zunächst schön und verführerisch. Entwickelt sich aber brandgefährlich und ist nichts anders als ein Dämon. Die Geschichte baut Stefan Hensch langsam und durchdacht auf und diese bleibt auch bis zum Ende spannend und geheimnisvoll. Besonders das dramatische Ende war ein Highlight. Sehr lesenswert und kurzweilig.