Professor Zamorra 1273 - Homunkulus - von Adrian Doyle

Adrian Doyle 
PROFESSOR ZAMORRA 
Homunkulus
Band 1273
Erschienen am 14.03.2023
Cover von Shutterstock 

Der Sterbende brüllte wie von Sinnen. Die Augen quollen ihm aus den Höhlen, dem Mund entwich zwischen allen Schreien nur sabberndes Gebrabbel. Ein unlöschbares Feuer hatte Besitz von ihm ergriffen und verstümmelte ihn, als wären es nicht Flammen, die Schicht um Schicht seines Leibes abschälten, sondern Klingen, denen am Ende nicht einmal mehr das knöcherne Gebein zu widerstehen vermochte.
Dennoch wollte der Siechende bis zuletzt nicht wahrhaben, dass es so enden sollte. Solange seine Augen existierten, starrte er ungläubig auf das Geschenk der Hölle, das beharrlich seinen Versuchen trotzte, es doch noch zur Räson zu bringen. 
Und das am Ende nicht einmal vor seiner vergifteten Seele haltmachte ...

Dieser Zamorra Roman war von Thematik und Gegner auf positive Art echt verrückt. Wurde Manfred Weinland alias Adrian Doyle in diesem Fall von der Folge „Das Äußere“ aus Guillermo del Toro's Serie Cabinet of Curiositie inspiriert? Bei der Wunderseife und der wundersamen Verwandlung und Verjüngung der Protagonistin dieses Romans kam mir genau diese Folge in den Sinn. 

Der Dachboden war schon immer ein Ort für unheimliche Settings in Film und Buch und funktioniert auch in diesem Fall wieder mit dem unheimlichen Homunkulus, der in diesem Fall als Fettmonster daherkommt, das mich wiederum an den Blob erinnerte. Wie man sieht, also eine wilde und verrückte Mischung, die am Ende sogar noch eine Verbindung zu dem Orden der Nacht herstellt. Ein echter Weinland mal wieder, der in keine Schublade passt und der sich gewohnt locker leicht und spannend lesen lies. Fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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