Die UFO-Akten 21 - Traumtod - von Lars Urban

Lars Urban 
DIE UFO-AKTEN
Traumtod
Band 21 der Serie
Erschienen am 12.07.2022
Cover von Shutterstock 

Wer kann schon sagen, wie ein Mensch im Augenblick des Todes empfindet? Noch dazu, wenn es ein gewaltsamer Tod ist. Fühlt man, wie das Leben den Körper verlässt? Freiwillig möchte sicherlich niemand diese Erfahrung machen, denn angenehm wird sie kaum sein. Auch Mrs. Evans, eine Lehrerin aus Roanoke, Virginia, war nicht darauf erpicht, den Selbstmord eines Mannes aus der Nachbarschaft mitzuerleben. Genauso wenig wie den tödlichen Unfall eines Halbstarken, der die Kontrolle über seinen Wagen verlor, gegen einen Baum prallte und vom Lenkrad zerquetscht wurde. Aber die Visionen überfielen sie im Schlaf – und sie waren alles andere als bloße Träume!
Die Ärzte schenkten ihren Klagen wenig Beachtung. Und das war ein Fehler. Denn Mrs. Evans blieb nicht die einzige, der diese außergewöhnlichen Erfahrungen zuteilwurden ...

Judy und Cliff werden auf einen Fall mysteriöser Todesfälle in Roanoke angesetzt. In Träumen und Visionen erlebt Susan Evans die Todesfälle der Betroffenen hautnah mit. Doch sie ist wie sich bei den Ermittlungen herausstellt nicht die Einzige die diese Erfahrungen hat. Die Jugendliche Krista Howe stellt sich als Auslöser dieses Phänomens da und auch Judy wird "Opfer" ihrer Gabe. Cliff und seine Partnerin versuchen dem Mädchen zu helfen und offenbaren dabei ein Programm der Regierung, das für viele ihrer Fälle verantwortlich zu sein scheint.

Diesen ursprüngliche Band 12 der alten Serie finde ich wegweisend und wichtig für die weitere Entwicklung der UFO-Akten und den Ausbau der Serie. Das dieser erst als Band 21 der neuen Serie wiederveröffentlicht wird und damit fast schon das Ende der ursprünglichen Serie darstellt, was die Anzahl der Veröffentlichungen angeht, ist den zahlreichen neuen Einschüben an Romanen geschuldet. Ich hätte mir diesen etwas früher gewünscht und darauf basierend mehr Überbau durch die Autoren bei den neuen Romanen. Die NSA rekrutiert also PSI-Begabten für ihre Experiment in Fort Meade. Daher also auch McKays Interesse an den vorangegangenen Personen und Fällen, in denen Cliff und Judy ermittelt haben. Das ganze erinnert an die Verschwörungstheorie des "Mountauk-Projekts" in dem es in den 70er und 80er Jahren angeblich um Zeitreisen, Gedankenkontrolle und Teleportation ging. Dieses Projekt war auch Inspiration für die Serie Strange Things.

Lars Urbans Roman hat mir sehr gut gefallen und bringt etwas Struktur in die Haupthandlung. Der Roman war auch ansonsten insgesamt spannend, interessant und gut geschrieben. Und auch erfreulicherweise mal keine ergebnislose Jagd. Darauf kann man die Zukunft der Serie aufbauen. Und ich denke, das Konzept der ursprünglichen Serie hatte leider keine Chance, sich in 25 Heften zu entfalten. Ich hoffe, dass es diesmal klappt. Fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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