Perry Rhodan Atlantis 6 - In der Methanhölle - von Dietmar Schmidt

Dietmar Schmidt
Perry Rhodan Atlantis
Band 6
In der Methanhölle
Erschienen am 27.05.2022
Titelbild von Arndt Drechsler-Zakrzewski

Seit mehr als dreieinhalb Jahrtausenden reisen die Menschen mit Raumschiffen durch das Weltall. Dennoch gibt es auf der Erde immer noch genügend Geheimnisse. Eines dieser Mysterien ist der Kontinent Atlantis, der gut 8000 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung im Ozean versunken ist. 

Gegen ihren Willen werden Perry Rhodan und seine Frau Sichu Dorksteiger in die Vergangenheit geschleudert. Sie landen in genau der Zeit, in der die menschenähnlichen Arkoniden auf Atlantis eine Kolonie errichtet haben – und werden von einer Arkonidin gejagt, ohne den Grund dafür zu kennen.

Ihre Flucht führt sie zuerst zur Venus, dann hinaus in die Weiten der Milchstraße. Dort erleiden sie mit ihrem kleinen Raumschiff, der BEST HOPE, Schiffbruch und geraten in Gefangenschaft. Sie werden nach Galkorrax gebracht, einer Welt, die von Maahks bewohnt ist – hier erfahren sie mehr über das geheimnisvolle Talagon, ein kosmisches Gebilde von großer Macht.

Rhodan, seine Frau und die Atlanterin Caysey schaffen es, aus der Haft zu entfliehen. Während sie auf der Flucht sind, ­haben sie ein festes Ziel: Sie müssen das Talagon zerstören. Doch davor steht das Überleben IN DER METHANHÖLLE …

Rhodan, Sichu und Casey sind von Rowena und dem Atlan der Vergangenheit festgesetzt worden. Dieser darf nicht wissen, wer wirklich hinter den Fremden steckt um ein Zeitparadoxon zu verhindern. Doch Rhodan muss Rowena soweit es geht die Wahrheit sagen, um ihr Vertrauen zu gewinnen und gemeinsam gegen den Einsatz des Talagons vorzugehen. Als geht für alle Protagonisten zur Methanwelt Galkorrax, wo Atlan im Verborgenen an seinem geheimem Pakt mit den Maahks arbeitet. Doch den Arkoniden wird mit Misstrauen begegnet und für Rhodan und seine Begleiterinnen wird die Lage immer prekärer. Indessen wird der arkonidische Wissenschaftler Quartam auf Larsaf III entführt und gerät in kosmische Ereignisse die das geheimnisvolle Portal durch das die Fremden gekommen sind und das Talagon betreffen.

Es ist Halbzeit in der Perry Rhodan Atlantis Miniserie. Und diesen Band bestreitet Dietmar Schmidt der schon fast traditionell bei den Miniserien dabei ist. Ich mag seine Romane und seinen Schreibstil.

Im vorliegenden Teil beschäftigt er sich mit den Maahks. Verächtlich und fälschlicherweise oft Methans genannt, sind sie ein Volk innerhalb des Perryversums, das in der Serienhistorie und im alten Gut- und Böseschema auf letzterer Seite steht. Sind die Maahks doch scheinbar für einen verheerenden Krieg und den Untergang von Atlantis verantwortlich. Die Perry Rhodan Serie versucht in den letzten Jahren immer öfter aus diesem klassischen Schema auszubrechen. Auch auf dem ColoniaCon wurde zum Thema heftig diskutiert. Bisher standen die Chaotrarchen immer für die Dunkle Seite und die Kosmokraten zählten zu den Guten. Immer öfter müssen diese Klassifizierungen aber aus deren Handeln heraus hinterfragt werden. Und so kamen die Maahks in der Serie eigentlich immer schlecht weg und wurden auch selten aus einer anderen Perspektive gezeigt. Dies ändert Dietmar Schmidt im vorliegenden Band. Wir folgen den Protagonisten auf die Methanwelt Galkorrax und erleben eine faszinierende Welt. Und wir erhalten eine etwas andere Sicht auf deren Bevölkerung. Ich finde das äußerst interessant und ich glaube und hoffe mittlerweile, dass auch wir Leser nach dieser Serie einen etwas anderen Blick auf die Maahks und die Methankirege sowie auf den Untergang von Atlantis haben werden. 

Zudem wird es jetzt sehr kosmisch in der Miniserie. Damit hätte ich nicht gerechnet. ARCHETIM kommt ins Spiel und der Temporaltransmitter scheint ein Überbleibsel dieser Superintelligenz zu sein. Dann taucht am Ende des Romans sogar noch ein Kosmokratenwalze über Galkorrax auf. Was hat es mit Logan Darc und seinen Artgenossen auf sich und wer steckt hinter Tolcain? Woher kommt das Talagon und warum will es dieser Tolcain öffnen? Dies und noch viel mehr erfahren wir wohl schon im nächsten Heft bzw. in der zweiten Hälfte der Serie.

Einige Spekulationen habe ich bereits angestellt. Ich denke, dass Casey nicht ohne Grund von Rhodan und Sichu vor dem Untergang Atlantis "gerettet" wird (wenn es am Ende so ist). Ihr Sohn spielt vielleicht eine entscheidende Rolle in der Zukunft. Und der Roboter RCO-3342/B, der Rhodan das Leben gerettet hat, verbinde ich seit Band 2 irgendwie mit RICO?! Das in der Zukunft nichts mehr von Atlans geheimen Bündnis bekannt ist und auch das Talagon und die Einmischung kosmischer Entitäten auf Atlantis nie erwähnt wurden, lässt mich erahnen, dass der Untergang Atlantis nicht nur mit dem Angriff der Maahks zu tun hatte. Ich bin sehr auf die Auflösungen gespannt!

Ein klein wenig stört es mich nur, dass wir in der ersten Hälfte der Miniserie eigentlich recht wenig Zeit auf Atlantis verbracht haben. Doch dies ändert nichts an meiner Begeisterung an den Beiträgen, die an anderen Handlungsorten spielen. Und so vergebe ich auch hierfür fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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