Mittwoch, 14. April 2021

Maddrax 554 . Haaley - von Ian Rolf Hill

Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erscheint am 13.04.2021
Cover von Shutterstock


Zurück in Orléans-à-l'Hauteur, gönnen wir unseren Helden eine kurze Verschnaufpause. Denn ein anderer Charakter aus dem letzten Zyklus meldet sich zurück!
Da Professor Dr. Jacob Smythe nunmehr davon ausgeht, dass seine Erzfeinde das Zeitliche gesegnet haben, wendet er sich neuen Zielen und seiner alten Heimat zu. In Meeraka will er endlich zu neuer Größe finden. Doch zunächst findet er ein Wesen, das ihn gleichermaßen fasziniert wie abschreckt: Choyganmaa Aksinja Jevdokija Ewgenija, genannt: Haaley

Ich bin kein Comicfan und filmisch zieht es mich eher zu Marvel als zu DC. Harley Quinn ist mir jedoch, wie vielen anderen  Superheldenunbelasteten, spätestens seit dem Blockbuster Suicide Squad ein Begriff. Als Fan und Follower unseres Superheldenautors Ian Rolf Hill, auch genannt Florian Hilleberg, ist mir seine Obsession für diese Figur nicht entgangen. Nun darf er bei unser aller Lieblingsserie nicht nur der Dame huldigen, sondern auch damit einen neuen, voraussichtlich bleibenden Charakter einführen. Und dies gelingt ihm mit Bravour. Der Roman kommt jetzt schon in meine Zyklus-TopTen und hat sogar das Zeug am Ende noch höher eingeordnet zu werden. Endlich mal wieder ein neuer, spannender Neuzugang in der Truppe.

In der Handlung begleiten wir den Parallelwelt-Smythe aus Coellen bei seiner Odyssee durch die für ihn neue und unbekannte Welt. Dabei trifft er auf eben diese neue Figur Choyganmaa Aksinja Jevdokija Ewgenija, die er angelehnt an das Motorrad ihres toten „Kollegen“ das sie bei sich führt, Harley nennt. Daraus wird natürlich auf maddraxianisch Haaley. Sie ist eine durchgeknallte, schizophrene und unberechenbare Frau, deren wahre Herkunft aufgrund ihrer schwankenden Aussagen vorerst mehr oder wenig ungeklärt bleibt. Sie und „Smitty“, wie sie ihren neuen Begleiter und Lebensretter kurzerhand nennt, müssen sich auf ihrer Suche nach einem Transportmittel nach Meeraka zunächst gegen apokalyptische Tysburker (Duisburger) Banden und schließlich auch gegen Mar’osianer erwehren. Dabei bleibt Haaley stets unberechenbar und wechselt immer wieder die Seiten. Doch scheinbar stimmt zumindest ein großer Teil der Geschichte, die sie mit den Hydritenabkömmlingen verbindet. So landen sie durch Haaleys Hinterhältigkeit schließlich auf ihrer Flucht in einer Transportqualle der Hydriten.

Und fertig ist Florians Hommage an Harley Quinn. Ein postapokalyptischer Roman der so unterhaltsam und kurzweilig wie ein Roadmovie daherkommt.  Jakob Smythe ist einfach nicht totzukriegen und findet in allen möglichen Varianten immer wieder in die Serie zurück. Der aktuelle Parallelwelt-Smythe tut mir in dieser Folge fast schon wieder Leid und wirkt im Kontrast mit Haaley relativ normal und zum ersten Mal im Laufe der Serie auf mich auch nicht nervig. Er blüht vielmehr im Duo mit Haaley auf und wirkt an der Seite seiner neuen Partnerin wieder frisch und unverbraucht. Die Dialoge sind einfach herrlich und ich habe mich jetzt schon in diese Antiheldin verliebt. Mit dieser Folge ist Florian wieder einmal ein Beitrag gelungen, der mir lange im Gedächtnis bleiben wird. Und das ist immer ein Kriterium für fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Keine Kommentare:

Kommentar posten