Maddrax 604 - Als die Erde unterging - von Michael Marcus Thurner

Michael M. Thurner 
MADDRAX 
Als die Erde unterging
Band 604
Erschienen am 14.03.2023
Cover von Arndt Drechsler-Zakrzewski

Wir schreiben das Jahr 2012. Die Menschheit bereitet sich auf den Einschlag des Kometen "Christopher-Floyd" vor. Weltweit strömen die Leute in die viel zu wenigen Bunker, laufen umfangreiche Evakuierungen an. Es gilt, den Tsunami, die Druckwelle und die Feuerwalze zu überstehen, die fast um den ganzen Globus laufen werden.
Mit einer dieser Rettungsaktionen ist die USS Nimitz betraut; sie soll Menschen von der Westküste der USA durch den Panamakanal ins Karibische Meer in relative Sicherheit bringen. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit der Besatzung und den Passagieren des Flugzeugträgers...

Michael Marcus Thurner ist (leider) ein seltener Gast bzw. Autor bei Maddrax geworden. Umso größer war die Vorfreude auf diesen Band. Alleine das Titelbild von Arndt Drechsler-Zakrzewski könnte schon aus den Anfangszeiten der Serie stammen. Und dorthin geht es Im Roman auch. Wir blicken mit Michael zum Ursprung der Serie und dem Einschlag von Christoper-Floyd zurück und bleiben dort auch konstant während des ganzen Romans. Ganz ohne Beteiligung von Matt & Co. 

Mad Mike verrät uns auf der Leserseite, dass er die Vergangenheitsstory um die USS Nimitz bewusst dem Autor zugeteilt hat, da er in der aktuellen Handlung nicht auf dem Laufenden ist. Und so erzählt Michael M. Thurner den Lesern nun, wo und warum der Flugzeugträger zum Einschlag des Kometen unterwegs war und wie er "über" die Anden gelangt ist und im Dschungel von Peru gestrandet ist. Das war routiniert und kurzweilig umgesetzt, obwohl es für mich kein ganzer Heftroman hätte sein müssen. Da hätte ein erneutes Wechselspiel Zukunft/Vergangenheit, vielleicht mit einem Co-Autor, mehr Futter geboten. So wird von einer Meuterei erzählt, die nicht zwingend für die Handlung relevant ist und ein vom Captain ernannter Bordberichterstatter spielt die eigentliche Hauptrolle. Ansonsten versprüht der Roman viel Retro-Apokalypseflair. Diese Rückblicke mag und mochte ich (auch in den Zaubermond-Bänden) immer sehr.

Aus dem Fandom wurde nun vereinzelt schon in Frage gestellt, ob diese Art respawn nötig sei. Ich finde es gut, gelegentlich zum Ursprung zurückzukehren und man wird es wie immer nicht allen recht machen können. Grundsätzlich finde ich den Gedanken interessant, dass in der Vergangenheit noch einiges passiert ist, dass die Zukunft nachhaltig beeinflusst hat. Im aktuellen Zyklus zum Beispiel, dass durch die roten Diamanten ein Gebiet vom Einfluss der Daa'muren verschont blieb. Und so gibt noch viel zu erzählen und zu entdecken in der dunklen Zukunft der Erde. Vier Sterne! 
⭐️⭐️⭐️⭐️

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