Maddrax 595 - Ausflug ins Grauen - von Christian Schwarz

Christian Schwartz
MADDRAX 
Ausflug ins Grauen
Band 595
Erschienen am 08.11.2022
Cover von Shutterstock

Nachdem Eileen zurück von Cancriss ist, geht es ihr immer schlechter. Ihre telepathischen Kräfte sind außer Kontrolle, und die lauten Gedanken der Novis-Bevölkerung, die sie nicht ausblenden kann, bringen sie allmählich um den Verstand. Sie flieht in die Einsamkeit der Wildnis, um sich dort auf Matts Bitte hin an die Übersetzung der pancinowischen Sprache zu machen.
Aber auch dort bleibt Eileen nicht verschont, als sie plötzlich scheinbare Albträume von Jugendlichen empfängt – die jedoch mehr sind als nur Träume!

Wenn ein Cover mich nicht sofort anspricht, dann ziehe ich schonmal andere Lektüre vor. Daher musste der aktuelle Maddrax etwas länger warten. Hier hätte man durchaus die Vignette einfach gegen Sinclair & Co. austauschen können. Der Titel hätte auch noch gepasst. Der aufrecht gehende Kwötschi hat mich also nicht überzeugt. Kommen wir zum Inhalt:

Der vorliegende Band von Christian Schwartz spiegelt ein wenig den gesamten Zyklus wieder. Wir sind mit Band 595 kurz vor dem Finale und es wird von allem ein wenig geboten. Ein wenig Novis, ein wenig Afra. Personell werden Matt und Aruula, Kormak, Smythe, Rulfan und Reese, sowie die Kinder aus Sinsati, besser gesagt jetzt von Novis in den Ring geschickt. Also weder Fisch noch Fleisch, dafür einige Froschschenkel.

Denn der Fokus liegt zum Glück auf Eileen und dem titelgebenden Ausflug ins Grauen. Die Kernstory um den Angriff der Kwötschis und deren König Konga beschert uns dann zur spärlichen Spannung doch noch wenigstens ein wenig Gänsehaut und ein Monster of the Week. Bei diesem wollte Christian wohl an die Heftromanlegende Dan Shocker alias Jürgen Grasmück erinnern. Denn die Anlehnung zu Konga dem Menschenfrosch aus seiner Serie Macrabos ist eindeutig.

So wird dieser Roman noch teilweise zu einem passablen und pulpigen Einzelabenteuer, auch wenn die zielführenden Elemente zum Zyklus somit deplatziert und recht unauffällig wirkten. Eileen, Konga und die Kinder von Sinsati/Novis reißen nochmal einiges raus. Trotzdem wünsche ich mir mehr Konzept und weniger wildes Handlungsorthopping. Schaut mal bei den Marktbegleitern und legt den Fokus auf zwei, maximal drei Handlungsebenen in einem Zyklus und verfolgte diese auch unabhängig und zielführend bis zum Finale. Bei den Spin-Offs war dies auch das Salz in der Suppe bis zur Zusammenführung in der Hauptserie.

Drei Sterne!
⭐️⭐️⭐️

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