Maddrax 579 - Nirgendwo in Argatha - von Lucy Guth

Lucy Guth 
MADDRAX 
Nirgendwo in Agartha
Band 579
Erschienen am 29.03.2022
Cover von RikoBest, DM7, Shutterstock

Dass Matts Körper während der Abwesenheit seines Bewusstseins von einem Daa'murengeist okkupiert wurde, hat dramatische Folgen: Er findet keinen Zugang mehr zu seinem Geist! Aruula und Quart'ol versuchen verzweifelt zu helfen, doch das kostet sie viel Zeit.
Zeit, die der Roboter namens Jacob Smythe nutzt, um mit der PLASMA auf der Erde zu landen und den Plan umzusetzen, sein Raumschiff mit Hochtechnologie zu bewaffnen...

Matt Drax Bewusstsein kehrt vom Ausflug zum Mars zurück. Doch die Übernahme seines zurückgebliebenen Körpers durch den Daa'murengeist ist nicht ohne Folgen geblieben. Er erinnert sich ab dem Flug zur Abwehr des "Kometen" Christopher-Floyd im Jahre 2012 an nichts mehr. Aruula und Quartal versuchen alles, die Barriere zu durchbrechen, die der Geist hinterlassen hat.

Währenddessen lecken Roboter-Smythe und Lybreyz ihre Wunden, die der Besuch auf dem Mars hinterlassen hat. Smythe ist auf der Suche nach Waffen für die PLASMA um Rache an Matt und seinen Verbündeten zu nehmen. Die Optionen sind überschaubar und so entscheidet er sich für Agartha um Technologie zu erbeuten und sein Raumschiff damit aufzurüsten.

Robo-Smythe und Lybreyz bereichern derzeit die Handlung gewaltig. Doch auch der Gedächtnisverlust von Matt nach seiner Geistesrückkehr vom Mars ist ein großer Schock für Aruula und die Leser. Tanja Bruske aka Lucy Guth schildert gut und eindringlich die Situation und den gemeinsamen Kampf von Aruula und Quar'tol gegen die Kristallbarriere in Matts Bewusstsein. Wie schon bei der Böse-Trilogie wird der Gedächtnisverlust diesmal aber noch kürzer genutzt um die Leser nachhaltig zu beeindrucken.

In der zweiten Hälfte wird der Roman dann auch dem Titel gerecht und widmet sich hauptsächlich den beiden Invasoren und Agartha. Lucy Guth lässt die beiden dabei auch recht brutal und skrupellos vorgehen. Der Androidenkörper kommt Smythe dabei nun noch entgegen. Und die Perry Rhodan Autorin lässt es sich auch nicht nehmen, die beiden bei ihren Nachforschungen zu den Tachyonen-Arealen einen Zwischenstop in der Wüste Gobi machen zu lassen um dort ihre Art von Dritte Macht in Form der PLASMA als Zwischenstützpunkt zu gründen. Und nebenbei werden noch Andruckabsorber erwähnt. Matts Operation mit Mr. Black zur Beschaffung einer EMP-Trägerrakete ergänzen den gelungenen Roman mit einem zusätzlichen und actionreichen Zwischenspiel. Auch die Schlussszene in der der nichtsahnende Matt mit seinem Erzfeind Aran Kormak ein Bier trinkt und die daraus resultierende Unterhaltung fand ich großartig.

Das war wieder ein Heidenspaß, der mich nur in der schnellen Wiederherstellung von Matts Gesundheit etwas enttäuscht hat. Immer wieder werden solche Überraschungen nicht ausgereizt und mal über längere Zeit gehalten um den Leser in Atem zu halten. Bei anderen Serien sind die Hauptdarsteller auch schon mal über einen großen Zeitraum ausgeschaltet und wir fiebern mit den Sidekicks einem Happy End entgegen. Und da ich konstruktive Kritik üben möchte: Denkbar wäre es zum Beispiel gewesen, dass man Lun'halsoro zur Genesung von Matt gebraucht hätte. Aber dafür möchte ich aufgrund der sehr guten Unterhaltung keinen Stern abziehen. 

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Beliebte Posts aus diesem Blog

Bastei-Seriencrossover John Sinclair - Professor Zamorra - Dorian Hunter

Gespenster-Krimi 77 - Der Vampir von Rom - von Michael Schauer

Castor Pollux 1 - Gladiator der Finsternis - von Michael Schauer