Zombie Zone Germany - Hoffnung - von Hanna Nolden

Autorin: Hanna Nolden
Erscheinungstermin: 12.11.2020
Verlag: Amrun
Paperback, 104 Seiten
ISBN: 978-3958691537
Preis: 8,50 Euro

So eine Zombie-Apokalypse ist eine prima Sache, solange man genug Kaffee und ein Regal voll ungelesener Bücher hat. Das redet sich Dany zumindest ein. Trotzdem fällt es ihr mit jedem Tag schwerer, aus dem Bett zu kommen. Doch dann treibt sie der Versorgungs-Notstand aus dem Haus und sie stolpert unversehens über einen Hoffnungsschimmer, der ihr ganzes bisheriges Leben gründlicher auf den Kopf stellt, als die Apokalypse es vermochte.

Ich werde sterben. Für eine Handvoll Tampons

Danny schlägt sich im zombiefizierten Deutschland durch. Obwohl ihre Eltern zum Zeitpunkt des Ausbruchs nur einige Kilometer entfernt wohnten, hat sie es nicht geschafft und sah auch keine Veranlassung sich zu ihnen durchzuschlagen. Dies ändert sich, als sie auf der Suche nach Tampons in einem Drogeriemarkt ein Neugeborenes neben seiner toten Mutter findet und sich seiner annimmt. Gibt es Hoffnung für Danny und ihr Findelkind Auri?

Ich lese und verfolge Zombie-Zone-Germany seit Start der Reihe mit der gleichnamigen Anthologie die 2015 im Amrun-Verlag erschienen ist. Auf dem Höhepunkt der Welle um The Walking Dead und Co. kreiert, begeistert mich die deutsche Variante bis heute ein ums andere Mal mit schönen Novellen von meist kleinen und relativ unbekannten Autoren. Seither versuchte ich auf jedem Buchmessecon in Dreieich eine signierte Neuerscheinung zu erwerben. Nun hat uns eine ähnliche, wenn auch bei weitem nicht so dramatische Pandemie im Griff und verhindert derzeit solche Veranstaltungen. Der Verlag hat reagiert und bietet mittlerweile das Abo zur Serie an, die alle Neuerscheinungen und wenn gewünscht auch die bereits erschienen Titel (signiert von den Autoren) beinhaltet. Insgesamt ist das Projekt, die Aufmachung und der Verlag sehr toll und extrem ambitioniert. Der vorliegende Band ist zuletzt erschienen. Demnächst gibt es bereits eine weitere Neuerscheinung.

Hanna Nolden war mir jedenfalls bis dato unbekannt. Aber sie hat mich mit dieser Novelle gefangen und sehr berührt. Ich kann mich absolut in die „Heldin“ ihrer Geschichte hineinversetzen. Ich bin Buchliebhaber und Blogger und besitze über 1.500 Bücher. Mein SuB reicht ebenfalls für mehrere Leben und auch ich kann gut und gerne alleine sein und habe die erzwungene Auszeit der Pandemie mit lesen verbracht. Die Verknüpfung mit Dannys Lieblingsbuch „Der Name des Windes“ dem Auri dann auch ihren Namen verdankt und der Danny immer wieder eine geistige  Zuflucht bietet, fand ich sehr schön.

Gegenüber den gängigen US-Zombieserien die auch immer mehr auf den Horror des Zwischenmenschlichen eingehen, hat die deutsche Serie noch einen weiteren Vorteil. Die Geschichten spielen an bekannten Orten in Deutschland und die Protagonisten sind realistisch und nachvollziehbar. So auch Danny. Eine Alltagssituation bietet den Einstieg in ein kurzes, aber emotionales Abenteuer. Beim lesen beschäftigt man sich automatisch mit der Situation und denkt darüber nach, wie sie die Probleme mit einem Neugeborenen in dieser Situationen den Griff bekommen kann. Eine Geschichte der ich gut und gerne auch auf 300 Seiten gefolgt wäre und die ohne große Action und plakativen Horror auskommt und dennoch eine beklemmende und endzeitliche Stimmung heraufbeschwört. Dafür gibt es von mir fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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