Maddrax 559 - Der Schatz im Kratersee - von Christoph Schwarz

Geschrieben von Christoph Schwarz
Erscheint am 22.06.2021
Cover von Shutterstock


Während sich Pilâtre de Rozier in der Parallelwelt aufhält, sind Matt und Aruula mit den beiden Daa'muren am Kratersee unterwegs. Hier hoffen sie jene Kristalle zu finden, die die einzig wirksame Heilung vom Dunklen Keim versprechen. Matt will die Suche bei dem Drakullendorf beginnen, zu deren Einwohnern sie bereits Kontakt hatten. Doch Je'lynn, der Dorfvorsitzende, ist erschrocken über ihr Vorhaben und weist sie zurück. Die Herrin vom Seewürde nicht dulden, sich an dem Schatz zu vergreifen.
Die Gefährten ignorieren die Warnung – und stoßen auf ein Erbe der Vergangenheit, das im Jahre 2510 in einem Bunker in Novosibirsk seinen Anfang nahm ...

Die Führung des  Bunkers in Novosibirsk entdeckt 2510 bei einem Sprengstoffunfall zufällig innerhalb des Bunkers die dort integrierte Gen-Arche. Dort fanden nach der Katastrophe im 24. Jahrhundert Experimente mit widerstandsfähigen Tiermenschmutationen statt. Großzarin Nadescha führt diese Experimente fort und forscht „nebenbei“ noch an der Unsterblichkeit. Die Experimente geraten aus dem Ruder und es entsteht ein Wesen, dass es 2551 Matt und seinen Mitstreitern schwer macht, an die so wichtigen Kristalle heranzukommen.

Es geht mit Christoph Schwarz zurück an den Kratersee. Und in der Zeit zurück vor dem Abzug des Wandlers. Zu Anfang hatten wir ja oft Romane, die eine Entwicklung nach dem Einschlag thematisierten und eine Verbindung mit der realen Welt vor 2012 herstellten. So auch endlich wieder im vorliegenden Roman. Die Gen-Arche in San Diego gibt es immer noch. Auch die russische Firma Kriorus. Auch wenn sich diese mittlerweile eher auf das kommerzielle Einfrieren von Menschen spezialisiert hat. Ich mag solche Verbindungen in die dunkle Vergangenheit der Erde ja sehr. Auch die Entstehung und negative Entwicklung von Maschda war gut konzipiert und umgesetzt. Ihre Wandlung zur Herrin des Sees und die Verbindung zu den Daa’muren und ihrem Leshi’ye ein absolutes Highlight. Eine faszinierende aber auch tragische Geschichte um eine Protagonistin aus russischer Vergangenheit. Und ein rundum gelungenes Abenteuer mit Grao, Ira und den Drakullen am Kratersee. Auch wenn ich es mittlerweile zu einfach finde, wie sich die Protagonisten in der postapokalyptischen Welt von Maddrax von A nach B bewegen können. Der anfängliche Reiz und die Gefahren des Reisens innerhalb der Serie sind leider gänzlich verschwunden. Und so liegt auch der Fokus mittlerweile nicht mehr auf einem Gebiet, sondern Matt und Aruula jagen von Schauplatz zu Schauplatz. Und nächste Woche geht es so auch wieder zurück zum Hort des Wissens und einem Wiedersehen und -lesen mit den Marsianern, was ich natürlich trotz dieser Kritik toll finde. Denn es sind solche Geschichten wie die vorliegende, die den besonderen Flair der Serie weiterhin aufrecht erhalten. Fünf Sterne!

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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