Mittwoch, 28. April 2021

John Sinclair 2232 - Amaruk, der Monsterwolf

Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erschienen am 20.04.2021
Cover von Timo Wuerz 

Das Heulen des Sturms klang wie das Wehklagen einer verwundeten Kreatur.
Mit einer Geschwindigkeit von mehr als fünfzig Stundenkilometern fegte der Blizzard über die karstigen Höhenzüge. Schnee- und Eiskristalle wirbelten in dichten weißgrauen Schleiern über die Gletscher hinweg, sodass ein Mensch kaum die eigene Hand sehen konnte.
Doch Menschen verirrten sich höchst selten auf einen der Gletscher im Norden Alaskas, wo die Temperaturen im Winter auf bis zu minus dreißig Grad sanken.
Einer hatte es dennoch gewagt. Jemand, dessen Blicke noch kälter als das Eis waren.
Es war Matthias, der erste Diener des gefallenen Engels Luzifer. Und er war gekommen, um eine Kreatur von beispielloser Grausamkeit zu erwecken.
Die Eskimos nannten ihn Amarok. In der Sprache der Inuit wurde er als Amaruk oder Amaruq bezeichnet. Kryptozoologen vermuteten, es handele sich dabei um den ausgestorbenen Waheela.
Matthias aber hatte für ihn eine sehr viel einfachere Bezeichnung gefunden.
Monsterwolf!

Matthias entführt Denise, um sie für seine Zwecke zu gewinnen. Dazu erweckt er ein uraltes Wesen, um seine Pläne auszuführen: Amaruk, der Monsterwolf. Er hinterlässt eine blutige Spur, der John Sinclair folgen muss. Und am Ende werden alte Feinde zu neuen Freunden. Das hinterlässt wieder einmal de Frage: Wer ist hier Monster und wer Opfer?

Kaum zu glauben, aber mein erster „Werwolf-Roman“ im Sinclair-Kosmos seit Ewigkeiten. Und damit auch meine erste Begegnung mit Denise und der ganzen Geschichte und Mythologie um Berserker und Werwölfe. Und in dieser Episode kommt mit dem Monsterwolf noch eine weitere Legende hinzu. Und wieder habe ich am Ende (wie so oft bei Florians Romanen) das Bedürfnis, alle Romane die relevant zum aktuellen Heft sind, herauszufinden und zu lesen. Ich brauchte auch diesmal wieder aufgrund fehlender Kenntnisse zu der Vorgeschichte und den Charakteren länger als mancher Stammleser um reinzukommen. Aber bei diesem Roman viel mir es dennoch erstaunlich leicht, da die Story und die Charaktere so gut waren. Nicht nur die ganze Geschichte um die Entführung um Matthias und Denise, auch mal wieder die besonderen Szenen und Zwischentöne als Sinclair Susanna erlöst oder Denise sich am Ende rächt.

Ein starker und atmosphärische dichter Werwolfroman mit jeder Menge Blut und Action. Das hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht und ich habe in Denise einen weiteren literarischen Lieblingscharakter gefunden, der Ian Rolfs Hirn entsprungen ist.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Keine Kommentare:

Kommentar posten