Perry Rhodan Androiden 3 - Der Jahrtausendirrtum - von Dietmar Schmidt

Dietmar Schmidt
PERRY RHODAN
Androiden
Band 3
Der Jahrtausendirrtum
Erschienen am 12.04.2024
Titelbild: Dirk Schulz

Wir schreiben das Jahr 2083 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung, mehr als dreitausendsechshundert Jahre in der Zukunft. Seit elf Jahren leben die Bewohner der Milchstraße in einer Phase relativer Ruhe. Zwischen den Sternenreichen herrscht Frieden – doch unter der Oberfläche brodeln die Konflikte weiter …

Das zeigt sich, als die Föderation Normon zu zerbrechen droht. Der demokratische Planetenbund, der vor Jahrtausenden von Menschen begründet worden ist, steht vor einem Bürgerkrieg. Perry Rhodan und der Mausbiber Gucky brechen auf, um zwischen den verfeindeten Parteien zu vermitteln. Zur gleichen Zeit erscheint eine unbekannte Roboterzivilisation, die mit brutalen Mitteln Einwohner von Planeten vertreibt. Perry Rhodan, der durch einen Notruf zu einem dieser Planeten geführt wurde, gerät in die Hände dieser Roboter. Sie behaupten, in seinem Auftrag zu handeln, aber Rhodan ist sich sicher, das ist DER JAHRTAUSENDIRRTUM …

Perry Rhodan sitzt mit der Explorercrew noch auf Chentrap fest. In Folge Ihrer Gefangenschaft durch die Androiden werden sie auf ein Raumschiff verfrachtet und zu einem anderen Planeten transportiert. Dort werden weitere Test durchgeführt. Die Androiden erkennen weiterhin Rhodan und die gestrandeten Terraner nicht als Menschen an und testen weiter ihr Menschsein. Dabei behaupten die Androiden weiterhin, dass sie den Menschen dienen und Kolonisierungen vorbereiten. Ursache scheint aber tatsächlich ein Befehl Perry Rhodans in der Vergangenheit gewesen zu sein, der dieses Verhalten ausgelöst hat.  Während Perry und die Explorercrew als verschollen gelten, spitzt sich die Lage in der Föderation Normon zu. Aurelia Bina wird von Gucky kontaktiert und gemeinsam suchen sie den Planeten, auf den Rhodan verschleppt wurde. Als die Posmi erneut Kontakt zu dem Roboter Virgil aufnimmt um die rücksichtslosen Kolonisierungsvorbereitung der Planeten durch die Androiden zu stoppen, nutzt das Militär die Ablenkung um zuzuschlagen. Der Konflikt zwischen Menschen und Androiden eskaliert und droht die ganze Region in einen Krieg zu stürzen.

Bei der Perry Rhodan Erstauflage ist Dietmar Schmidt nicht aktiv. Zu PR Neo hat er bisher auch "nur" eineinhalb Romane beigetragen. Bei den Miniserien hingegen ist er ein Dauergastautor mit durchschnittlich zwei Beiträgen je Serie. Und dort weiß er zu gefallen und zu überzeugen. Wie auch im vorliegenden Band 3 der Miniserie Androiden. Seine ruhige Art zu erzählen und eine Geschichte aufzubauen bietet entspanntes aber interessiertes lesen ohne zu langweilen. Das die Spannung dabei etwas zu wünschen übrig lässt und der kurze Heftroman auch schon vorbei ist als es richtig losgeht, ist der Nachteil dabei. Doch gerade das Ende dieses Romans macht die etwas fade erste Hälfte des Romans wieder wett.

Und so gibt es im vorliegenden Roman mehr Gerüstbau für kommende Romane, als Entwicklungen und Erkenntnisse. Spannend ist in dieser Geschichte erneut Virgil und die Interaktionen mit der Posmi Bina und den Menschen. Ebenso ist Auquun amüsant und als interessante Fremdspezies geschildert. Es geht in dieser Folge aber in erster Linie um die Entwicklung der Spannungen und Konflikte zwischen Menschen und Androiden und die Frage, was diese zu ihrem Verhalten und Kolonisierungswahn gebracht hat. Erste Antworten gibt es tatsächlich auch dazu und so sprechen wir mittlerweile von Androgyn-Robotern, die aus einer Mission der Basis vor acht Jahrhunderten entstanden sind. Das ist gut und solide erzählt, mir fehlte aber etwas Action und Abenteuer.

Cover: ⭐️⭐️⭐️⭐️

Schreibstil: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Thema: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Charaktere: ⭐️⭐️⭐️
Spannung: ⭐️⭐️⭐️
Serienflair: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Gesamt: ⭐️⭐️⭐️⭐️

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