Freitag, 3. Mai 2019

Maddrax Band 503 - Aufstieg des Bösen - von Michael M. Thurner


Geschrieben von Michael M. Thurner 
Cover von Néstor Taylor
Erschienen am 30.04.2019

Colonel Aran Kormak weiß nicht, dass er eine Katastrophe ausgelöst hat, die unzählige Leben kostete, einen Mond zerstörte und Parallelwelt-Anomalien auf der Erde entstehen ließ. Ihm ging es nur darum, aus dem Ringplanetensystem zu entkommen – und das ist ihm gelungen.

Nun, zurück auf der Erde, steht er wieder ganz am Anfang. Aber er wäre nicht Aran Kormak, wenn er nicht mit aller Energie, Skrupellosigkeit und Härte daran gehen würde, seinen alten Satus wiederzuerlangen. Koste es, was es wolle...

Da ist er also, der (für mich) neue Bösewicht der Serie. Ich weiß leider nicht, ob hier zum ersten mal die Vergangenheit von Kormak beleuchtet wird. Auf jeden Fall behandelt der Roman, wie der Titel schon sagt, dessen Aufstieg und Wiederaufstieg. Nun verstehe ich auch den Überraschungseffekt am Ende von Band 501, der mir durch meine Unkenntnis vollkommen entgangen ist. Aran Kormak ist zurück zur Erde gelangt und Auslöser der derzeitigen Ereignisse. Michael M. Thurner erzählt in seinem Roman nun unter anderem die Vorgeschichte des Bösewichts. In zwei Ebenen werden die aktuellen Ereignisse nach seiner Rückkehr und seine Erlebnisse in Jugendzeiten erzählt. Dabei zeigt sich schon in jungen Jahren dessen Skrupellosigkeit und sein eiskaltes Kalkül. Dieses setzt er auch dazu ein, wieder an Macht und Einfluss auf der Erde zu gewinnen. M. M. Thurner liefert einen sehr guten Roman ab. Ich finde das seine Stärken schon immer Geschichten waren, die die schwierigen, bösen oder unbequemen Charaktere behandelten. Ob er jemanden über die Klinge springen lässt oder auch mal einen beliebten Protagonisten verstümmelt (ich denke immer noch gerne an Arulaas abgetrenntes Fingerglied zurück und die Reaktionen der Leser darauf). Es scheint ihm jedenfalls Vergnügen zu bereiten und dies merkt man den Romanen auch an. Und mich hat er da ganz auf seiner Seite. Ich mag es, wenn es nicht immer ein Happy End gibt und auch mal ein Charakter unerwartet stirbt. Dies macht einen Roman oder eine Serie für mich erst interessant und authentisch. Aran Kormak gefällt mir als Bösewicht und er verspricht unsere Helden auf Trapp zu halten. Besonders hat mir seine Zähmung der Siragippe und Abrichtung als Reittier gefallen. So wie die ganze Thematik um die Siragippen und den Mythos um Öörum. Das Finale der Geschichte deutet schon an, was die Cover der kommenden Romane zeigen. Nun geht es in die Urzeit. Ein Areal aus der Ära der Dinosaurier scheint aufgetaucht zu sein und sendet seine Vorboten.

Auch in dieser Folge bekomme ich wieder alles geliefert, was Maddrax ausmacht und mir zu Anfang der Serie so gefallen hat. Die Technos spielen wieder eine Rolle und es wimmelt von Andronen und Siragippen. Die Pause hat gutgetan und ich genieße derzeit jeden einzelnen Roman der Reihe. Bisher macht es den Eindruck als wollte die Serie ein wenig „back to the roots“ ohne auf Neuheiten zu verzichten. Das finde ich sehr gut.

Nicht unerwähnt bleiben darf auch das grandiose Cover von Néstor Taylor. Auf den Punkt würde ich sagen und wie ich finde ein kleines Kunstwerk.

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