Mittwoch, 23. Oktober 2019

Buchmessecon 2019 - Die Familie wird größer...

Jedes Jahr freue ich mich ganz besonders auf ein Event: Den Buchmesscon in Dreieich. Hier wird parallel zur großen Frankfurter Buchmesse die Phantastik gefeiert und den Kleinverlagen und Selfpublishern eine grandiose Bühne geboten. Es ist aber auch ein Familientreffen an dem ich mittlerweile seit fast zwanzig Jahren teilnehme um Gleichgesinnte zu treffen und mich mit ihnen und den Autoren auszutauschen. Immer mehr renommierte Autoren finden den Weg während der Buchmesse auch nach Dreieich. Und viele Autoren wie z.B. Markus Heitz haben sich hier ihre ersten Sporen verdient und kehren immer wieder gerne für Lesungen in das Bürgerhaus nach Sprendlingen zurück.

Die erste Herausforderung besteht für mich immer schon in der Vorplanung. Den aus den vielen parallel laufenden Lesungen muss ich leider eine Auswahl treffen und kann doch nur einen sehr kleinen Ausschnitt dieses tollen Events einsehen. Den restlichen Überblick verschaffe ich mir an den zahlreichen Bücherständen und in Gesprächen mit Verlegern und Autoren. Zumeist treffe ich auch schon vorab eine Auswahl der Bücher die ich erstehen möchte. Meistens werden es unzählige mehr. So auch in diesem Jahr. 


Kurz nach 10.00 Uhr morgens bin ich im Bürgerhaus eingetroffen und habe mir zuerst einen Überblick verschafft. Auch dieses Jahr ist einiges neu und ich habe den Eindruck, es sind schon wieder ein paar Stände mehr geworden. Im Foyer und der Haupthalle erwarten mich wie immer die zahllosen Stände der Verlage mit ihren Buchpräsentationen.


Mein erster Weg führt mich zum Stand des Blitz-Verlages mit dem ich schon seit den Anfängen der Sternensonde sehr verbunden bin. Dort halte ich einen Plausch mit Verleger Jörg Kaegelmann zu den Neuerscheinungen die im November veröffentlicht werden und den Titeln allgemein sowie die Entwicklung der Hörbücher und die Tendenz zu Streamingportalen. Es geht weiter und wie letztes Jahr fällt mir sofort auf, dass am Stand von Robert Corvus und Bernhard Hennen Hochbetrieb herrscht und Scharen von Fans ihre Werke kaufen und signiert haben möchten. Aber auch insgesamt habe ich sofort den Eindruck, dass auch dieses Jahr wieder mehr Menschen den Weg zum BuCon gefunden haben. Die Zahlen die ich mittlerweile gesehen habe bestätigen dies. Wir sprechen von über 800 Besuchern. Echter Wahnsinn!

Meine erste Lesung an der ich teilnehmen möchte ist schon um 11.00 Uhr. Der Verlag Edition Roter Drache lässt gleich zwei Autorinnen ihre Werke in der ersten Stunde vorstellen. Die junge Autorin Sarah Skitschak überrascht mich sofort mit ihrem ersten Beitrag und bereitet den Zuhörern einen besonders schönen Einstieg. Sie eröffnet den ersten Teil der Lesung aus ihrem Buch „Weltentod“ mit einem musikalischen Beitrag in Form von Gesang mit Gitarrenbegleitung. Sehr stimmungsvoll geht es danach in die eigentliche Lesung die auch wieder mit einem Lied beendet wird. Sehr beeindruckend.


Danach liest Isa Theobald aus Ihrem Sehr schön illustrierten Buch „Tintenphönix“. Eine berührende Geschichte der ich gebannt lausche und die bei vielen Zuhörern und ihr selbst für glasige Augen sorgt. Ihr Beitrag lässt mich sehr nachdenklich in die nächste Lesung gehen. Ein tolles und wunderschönes Buch mit Tiefgang. Leider habe ich diese beiden Bücher später nicht mehr erworben und muss dies bei Gelegenheit im Drachenwinkel nachholen und mir bei einer Lesung von ihr signieren lassen.

Danach geht es zu Robert Corvus. Vielen ist der Autor durch seine Perry Rhodan Romane bekannt. Aber auch die Phileasson-Saga, die er zusammen mit Bernhard Hennen verfasst, hat mittlerweile eine große Fanbase zu der ich mich zählen darf. Heute stellt er eines seiner neuen eigenen Projekte vor, die schon länger auf meiner Wunschliste stehen. Einer interessanten Lesung folgt ein noch interessanter Teil, in denen Corvus über die Entstehung plaudert. Danach geht es in eine illustre Frage/Antwort-Runde die noch mehr über die „Gezeiten der Macht“ Trilogie verrät und mich endgültig neugierig gemacht hat. 
Und so nutze ich die kurze Zeit bis zur nächsten Lesung um bei Robert den neuen Perry Rhodan Kalender (den er sehr zu meiner Freude auch im Gepäck hatte) zu erwerben und den ersten Band „Berg der Macht“ den ich mir gleich auch signieren und dies für die Nachwelt festhalten lasse.



Dann geht es zu meinem Lieblingsautorenpaar Vogt zur Lesung aus ihrem neuen dystopischen Roman „Wasteland“. Diesmal erwartet die zahlreichen Zuhörer aber sogar ein Autorenrtrio, denn Christian und Judith C .Vogt haben sich Verstärkung in Form von James A. Sulllivan geholt. 
Die beiden Lesungen werden von den dreien zusammen zelebriert, was unheimlich Spaß macht. Zuerst gibt es eine Kostprobe aus Sulllivans Roman „Die Stadt der Symbionten“. Ein Science-Fiction Roman der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Danach folgt die sehr amüsante Lesung aus „Wasteland“. Immer wieder ein Erlebnis die beiden. Seit ihrer Eis und Dampf Anthologie bin ich ein begeisterter Leser ihrer Werke.

Danach nutze ich erneut eine kurze Pause um am Stand von Mantikore das Spielebuch "Death Asylum" von Mario H. Steinmetz zu holen. Leider musste der Autor krankheitsbedingt am Freitag seine Teilnahme an der Buchmesse beenden und konnte auch nicht in Dreieich dabei sein. Ein weiterer Abstecher führt mich zum Verlag Torsten Low um mir die Bände 2 und 3 der Arkland-Reihe von Holger M. Pohl zu besorgen. Der erste Teil hat mich ja sehr begeistert wie ihr in der Rezension von letzter Woche nachlesen könnt. Ein kurzer Plausch mit dem Autor und die obligatorische Signierung folgen. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter.

Morgens wurde ich schon von einer Dame und einem Herrn im Kämpfer-Coseplay am Eingang begrüßt und mit Lesezeichen und Flyer animiert, an der Lesung von Lucian Caligo teilzunehmen. Auch sein Stand ist sehr professionell und der gesamte Auftritt beeindruckend für einen Selfpublisher. Seine Bücher sind mir in den letzten Jahren schon aufgefallen. Bisher hatte ich aber noch nicht den Schritt zum Leser gemacht. Ein weiteres Gespräch mit ihm lässt mich den Termin notieren und so lande ich am Nachmittag nach den Vogts in seiner Lesung, die direkt im Anschluß im selben Raum stattfindet. Seine Story und sein Vortrag sprechen mich sehr an und so begebe ich mich danach erneut an seinem Stand zu einer kurzen Plauderei die in dem Kauf zwei seiner Bücher und dem signieren selbiger endet. 


Im Anschluss beeile ich mich um zur Verleihung des Ehrenpreises in die Haupthalle zu gelangen. Diese ist mitten im Gange als ich eintreffe und in diesem Jahr erhält zunächst der umtriebige Phantastik-Fachmann Robert Vogel den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Ann-Kathrin Karschnik wird danach völlig überrascht und ist überwältigt als sie als zweite Person und erste Frau den Ehrenpreis für ihre Verdienst um die Phantastik erhält. Diese Powerfrau und ihre Werke haben mich seit ihrem ersten Auftritt in Dreieich begeistert und sie ist seitdem wirklich fast überall anzutreffen, wo es sich um Bücher und Phantastik dreht.


Der Rucksack ist bereits voll und schwer als ich dann zu den letzten beiden Lesungen und zum Perry Rhodan Neo Panel in die Deep Space Räume im Nebengebäude begebe. Den Auftakt zu meinem persönlichen BuCon-Finale macht der von mir verehrte Markus Heitz mit der Lesung zur zweiten Staffel von Doors. Die erste Staffel habe ich gefeiert. Die zweite wartet bereits länger auf meinem SuB darauf gelesen zu werden. Seine Lesung zeigt mir noch einmal, dass ich dies schnellstens nachholen muss. Eine sehr amüsante Story aus seinem aktuellen Storybuch „Der Tannenbaum des Todes“ sorgt für großartige Unterhaltung und entsprechende Lacher. Ich lese seit der Veröffentlichung täglich eine Story daraus und finde das Buch großartig. Mehr dazu bald auf der Sternensonde. Heitz erzählt noch einmal was der Buchmessecon ihm bedeutet und das seine Karriere hier startete, da man ihm dort zum ersten Mal eine Bühne mit einer Lesung geboten hatte.


Danach folgt die Lesung eines weiteren Großmeisters der Phantastik. Kai Meyer liest aus der aktuellen Comicadaption seiner Kurzgeschichte „Das Fleisch der Vielen“. Eine schaurig-schöne Geschichte um das alte Astoria-Hotel in Leipzig. Dazu erzählt er viel interessantes zur Entstehung der Geschichte, der Umsetzung zum Comic und das er eigentlich aus dem Horrorgenre kommt. Dies hatte ich so auch nicht auf dem Schirm, obwohl ich sein „Jugendbuch“ „Phantasmen“ für eines seiner besten Werke halte und es in Wahrheit ein Horrortitel ist. Beim Blitz-Verlag werden die ursprünglichen Horror-Titel von ihm in einer limitierten Sonderausgabenreihe wieder veröffentlicht. Gebannt lausche ich, dass damals ein junger Redakteur beim Bastei-Verlag Kai Meyer eigentlich entdeckt und zu seiner ersten Veröffentlichung in einer Grusel-Heftromanreihe für Frauen verholfen hat. Schöne Grüße an Herrn Schönenbröcher!


Zum Abschluss in Dreieich gehört für mich schon immer das Perry Rhodan Panel. Dieses Jahr steht es unter dem Zeichen von Perry Rhodan Neo und so haben sich die entsprechenden Autoren versammelt. Neben Chefredakteur Klaus N. Frick fanden sich die beiden Autorinnen Lucy Guth (die ich hier zum ersten Mal live erleben durfte) und ihre Kollegin Michelle Stern und die Autorenriege Oliver Plaschka, Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm im Saal ein um über Neo zu plaudern. Im Publikum saßen unmittelbar neben mir noch Ben Calvin Hary und was ich gestern erst erfahren habe Michael Marcus Thurner, der sich ganz hinten „versteckte“. Rüdiger Schäfer moderierte das Ganze und stellte Klaus und den Autoren entsprechende Fragen. Zunächst erheitert Oliver Plaschka die Zuhörer indem er die gefühlten hundert nicht verwendeten Alternativtitel seines Zyklusauftaktbandes 210 vorträgt und wie es letztendlich durch Klaus Bollhöfener zum finalen und schmissigen Titel „Rettet Rhodan!“ kam.


Der Chefredakteur hatte etwas mit seiner nicht vorhandenen Stimme zu kämpfen, bis er Erleichterung durch ihm dargereichte Halspastillen fand. Das sorgte bei ihm für die Rückkehr seiner Stimme und bei den Anwesenden für entsprechende Auflockerung. Thematisch ging es darum, wie das Schreiben zweier Autorinnen (in diesem Fall die beiden anwesenden Stern und Guth die den aktuellen Band ja auch gemeinsam verfasst haben) an einem Roman so abläuft. Schäfer und Schorm betonen noch einmal wie eigenständig die Serie geworden ist und das die Unterschiede zur Hauptserie in der Handlung und in den Charakteren immer größer werden. Dann ging es um Verkaufszahlen und die Zukunft von Neo. Getragen wird die Serie, so Frick derzeit überwiegend durch die digitalen Verkäufe der E-Books. Die Taschenhefte haben laut Frick ein Problem an den Verkaufsstellen und sind ein Format, das schwer positionierbar ist. Eine Umstellung des Formats auf 96-seitiges Heftromane kommt aber für ihn nicht in Frage, da die Sammler den Verlag dafür hassen würden (O-Ton Frick). 


Die Zukunft von Neo ist bis Band 250 geplant. Ideen gibt es bis 300. Wie es aber letztendlich aussieht, steht in den Sternen. Am Ende der wie immer viel zu kurzen Stunde werden noch ein paar Fragen aus dem Publikum beantwortet. Eine Besucherin beklagt sich über Eschbachs Buchende. Es sei eine Nacherzählung der Anfangsgeschichte die viel zu überhastet und viel schlechter von Eschbach als vom Verlag selbst umgesetzt wurde.Da gehen die Meinungen zwar auseinander, aber so ganz unrecht kann ich der Dame allerdings nicht geben. Ich hatte damals auch den Eindruck, dass es besser gewesen wäre, den Roman mit der Entdeckung des Arkonidenraumschiffs zu schließen. Aber das nur am Rande.



Sehr zufrieden und ein paar „Buchkilos“ schwerer mache ich mich auf den Heimweg um die Erlebnisse und Gespräche des Tages zu verarbeiten und nun in diesem Conbericht wiederzugeben. Und natürlich mit der Vorfreude auf den nächsten Buchmessecon in Dreieich. Bis dahin wollen diese und unzählige andere erworbene Abenteuer gelesen werden.

Sonntag, 20. Oktober 2019

Professor Zamorra 1182 - Der Finger der Furcht - von Veronique Wille

Geschrieben von Veronique Wille
Erschienen am 17.09.2010
Cover von Shutterstock

Seit alters her ragt der Felsen vor der Küste steil auf in den Himmel. Die Bewohner nennen ihn den Finger der Furcht. Früher sorgte ein Wärter dafür, dass in dem Haus, das oben auf dem Felsen thront, ein Leuchtfeuer brannte. In stürmischen Gewitternächten soll es noch heute zu sehen sein, raunen die abergläubischen Fischer. Manche schwören, dort oben vor den erleuchteten Fenstern den Geist des alten Leuchtturmwärters erblickt zu haben.
Doch diesmal lockt das Leuchtfeuer etwas anderes an. Etwas, das besser für immer versunken geblieben wäre...

Siri und Paul wollen für ihren Youtube-Kanal „World of Ghosts“  einen Beitrag über den Finger der Furcht in der Bretagne machen. Um diesen Felsen mit dem Leuchtturm darauf ranken sich etliche Geistergeschichten. Siri setzt alleine über und will einige Tage abgeschottet von der Außenwelt auf dem Leuchtturm verbringen um den Beitrag so authentisch wie möglich zu machen. Doch es läuft aus dem Ruder und eine alte Bekannte bittet letztendlich Nicole Duval um Hilfe. Zamorra muss wegen Magenverstimmung Abstand von der Reise nehmen und gerät doch in uralte mysteriöse Dinge die mit dem Finger der Furcht unmittelbar in Verbindung stehen. Denn plötzlich werden Gedächtnisse verändert damit sich niemand mehr an den Finger der Furcht erinnern kann. Denn etwas Uraltes möchte lieber unbemerkt von den Menschen bleiben...

Die Autorin Veronique Wille ist noch nicht sehr lange im Zamorra-Team. Und für mich ist dies der erste Beitrag oder Roman den ich von ihr lese. Und ich bin wahnsinnig begeistert. Einen so atmosphärisch dichten und inhaltlich umfangreichen Roman auf so wenigen Seiten hinzukriegen ist schon eine Leistung. Ihr Schreibstil ist leicht und gefällig. In kurzer Zeit bin ich in der Geschichte versunken und habe den Roman in einem Rutsch verschlungen. Viele unerwartete Wendungen machen den Roman besonders. Zunächst wirkt es wie eine klassische Geistergeschichte in einem passendes Setting. Ich liebe Leuchttürme und Geschichten um diese und so war ich gleich begeistert. Die Atmosphäre ist wie schon gesagt grandios und beklemmend. Was dann im Laufe des Romans passiert ist facettenreich und ich hätte mit einem solchen Ende oder der Auflösung zu keiner Zeit gerechnet. Der Roman wirkt Insgesamt wie eine Geschichte von H.P. Lovecraft und bedient sich vergleichbarer Elemente. Grandios!

Freitag, 18. Oktober 2019

Maddrax 515 - Im Maar der Dämonen - von Simon Borner

Geschrieben von Simon Borner
Erschienen am 15.10.2019 
Cover von Shutterstock

Für den Regisseur Harry Paul Liebwerk soll es der erfolgreichste Film seines Schaffens werden – ein Epos in farbigem 3-D. Die alternde Diva Greta von Bonnier erhofft sich von "Im Maar der Dämonen" einen neuen Karriereschub. Doch niemand im Filmteam ahnt, was sie tatsächlich erwartet, als sie im Jahr 1942 von Berlin zum Drehort in die Vulkaneifel reisen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Die Hölle tut sich auf – und aus den Lavaschlünden steigen leibhaftige Drachen!

Das Cover lässt schon ahnen, wie außergewöhnlich dieser Beitrag von Simon Borner (aka Christian Humberg) ist. Seit ich dieses in der Vorschau gesehen hatte, freute ich mich auf diesen Roman besonders. Ich zähle zunächst einmal die Genres auf, denen Inhalte des Romans zugeordnet werden können. Die da wären Steampunk, Science Fiction, Abenteuer, Horror, Mystery und letztlich Fantasy. Bestimmt habe ich etwas vergessen, aber im groben sind das die Elemente die hier zu einem wahrlich phantastischen Mix vereint wurden. Ohne die Parallelwelt-Thematik, wäre die Story so gar nicht möglich gewesen. Wie kreativ die Autoren dies zu nutzen wissen, erstaunt mich jedesmal aufs Neue. 

Zum ersten Mal in Maddrax werden auch Teile in der Ich-Form von Privatdetektiv Nick Brahmke erzählt. Gefällt mir gut und könnte ich mir auch einmal zum Beispiel aus der Ego-Perspektive von Maddrax oder Aruula vorstellen. Zudem sind die Kapitel in drehbuchartige Szenen mit entsprechenden Überschriften eingeteilt. Etliche Verweise zu Filmen und Schauspielern unserer echten oder der fiktiven Welt runden das Gesamtbild schön ab und vermitteln das passende cineastische Flair. Ebenso erwähnenswert ist der Werkstattbericht von Simon Borner zum vorliegenden Roman und zum Thema Sagen der Eifel, welcher den Band hervorragend ergänzt.

Im vorliegenden Roman ist die Parallelwelt zunächst ein Berlin der 1940er Jahre die wesentlich anders verlaufen ist als unsere, Technik wie Virtu-Kam 3D, Äther, Schwarze Magie und Kaiserregierung erzeugen ein steampunkähnliches Bild des Parallelwelt-Berlins. Eine Filmcrew macht sich zu Dreharbeiten in die Vulkaneifel auf und wird dort in Maddrax Welt versetzt. Hier treffen Sie auf unsere Helden Maddrax, Aruula und Rulfan aus der Parallelwelt. Aber auch auf Lavadrachen, die wunderbar in den Film „Im Maar der Dämonen“ von H.P. Liebwerk passen würden. Gemeinsam geht es in ein Wahnsinns-Abenteuer, dessen Handlung mich im Verlauf immer wieder überrascht hat. Mit der letztlich tragenden Rolle der Filmdiva Greta von Bonnier hatte ich überhaupt nicht gerechnet. 

Ich fahre beruflich oft auf meinem Weg nach Köln durch die Vukaneifel und kenne den See und das Kloster Maria Laach. Solche Locations und auch die Sagen dahinter in Geschichten einzubinden, finde ich immer super. Und erst recht wenn es so gelungen ist. Simon Borner hat mit diesem Roman den für meinen Geschmack bisher außergewöhnlichsten und besten Beitrag des aktuellen Zyklus geschaffen.

30 Bände Perry Rhodan Mythos Erde - Die Reise geht weiter..

Dreißig Bände haben wir nun mit Mythos Erde hinter uns. Und es ist das gewohnte Auf und Ab eines Zyklus. Dennoch bin ich bis hierher sehr zufrieden mit dem Verlauf und auch mit den meisten Einzelromanen. Doch fangen wir bei den Bänden ab 3020 an. In „ Die Stunde des Orakels“ von Michelle Stern wird die Handlung um die ausgetauschte Erde fortgeführt. Die Abenteuer auf Iya und um das Orakel und wie dies schließlich aufgelöst wurde, waren mein bisheriges Highlight des Zyklus. Ich freue mich schon auf die Hintergründe die zum Austausch der Erde geführt haben und wie und von wem dies bewerkstelligt wurde.


Leo Lukas übernimmt in Band 3021 die weiteren Abenteuer auf Iya mit Nathans Tochter YLA alias das Orakel und wie es hilft das Artefakt in Form des Thesanit-Gehirn-Fragmentes zu sichern. Wie der Vorgänger spannend und wegweisend für die Handlung.



Michael Marcus Thurner verlässt mit seinem Beitrag 3022 „Bulls großes Spiel“ die Handlung um die Erde und beschäftigt sich weiter mit den Cairanern. Bull muss sich hier in diplomatischer Mission mit diesen auseinandersetzen und weiterhin versuchen, Rhodan den Rücken zu stärken, während dieser bisher unentdeckt auf Iya seinen Nachforschungen nachgeht. 


Auch hier bleibt es spannend, welche Rolle die Cairaner im Gesamtbild des Zyklus spielen. Auch Band 3023 stammt aus der Feder von Michael Marcus Thurner. In „Der On-Pirat“ kehren die Onryonen zum ersten Mal in diesem Zyklus in die Handlung zurück. Eine kurzweilige Abwechslung die von Verena Themsen im Folgeband 3024 noch getoppt wird. 

Wie der Titel schon verrät, kehrt Perry in „Der Geist von Hellgate“ an einen geschichtsträchtigen Ort der Serie zurück. Denn dort treffen Atlan und Perry sich, um ihre bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen. Nicht ohne Hindernisse wie klar sein dürfte. Wim Vandemaan kehrt dann in seinem Roman 3025 „Ich erinnere mich“ zu wesentlichen Entwicklungen zurück. Zemina Paath wird das Thesanit-Fragment eingesetzt und sie erinnert sich dadurch was sich vor langer Zeit im Galaxiengeviert der Vecuia ereignet hat. Grandioser Beitrag der einiges an Erkenntnissen bereithält.



Aufgrund des aktuellen Informationsstandes entschließt Rhodan sich nach Vecuia zu reisen um mehr zu erfahren. Atlan bricht nach M13 auf um die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen den Kristallbaronien und der Lemurischen Allianz sowie die dortige militärpolitische Situation auszuloten, da die Arkoniden zunehmend unter Druck durch Ladhonen und Naatsche Freischaren geraten. 

Damit trennen sich vorerst wieder die Wege von Atlan und Perry und wir bleiben in den Bänden 3026 bis 3029 an Atlans Seite und es folgen für meinen Geschmack eine Reihe von schwächeren Romanen. Vielleicht weil ich nie ein Freund von Arkon und Geschichten um M13 war. Ich vergöttere Atlan und seine Abenteuer, fand Bostich faszinierend, aber dieser Handlungsabschnitt gab mir bis auf den TARA-Psi nicht viel. Damit sind wir wieder am Anfang besagtem Auf und Ab in einem Zyklus. Ich quäle mich gerade durch den M13 Handlungsabschnitt und freue mich derzeit auf einen Handlungswechsel in den 30er Bänden. Und dennoch bin ich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und wie immer bei Perry fühle ich mich größtenteils hervorragend unterhalten. Der aktuelle Zyklusauftakt (beziehungsweise das erste Drittel) kann jetzt schon zu den besseren der letzten Jahre gezählt werden. Weitaus spannender und faszinierender finde ich derzeit aber die Mission SOL Miniserie. Diese Handlung hätte ich mir gut in der Hauptserie als ausgeweiteter Minikylus mit z.B. 25 Bänden vorstellen können.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Arkland 1 - Aufbruch ins Gestern - von Holger M. Pohl

ARKLAND - Aufbruch ins Gestern
Geschrieben von Holger M. Pohl
Erschienen im März 2015
Verlag Torsten Löw
436 Seiten Taschenbuch
ISBN 978-3-940036-29-2
Preis 14,90 Euro

Die Weißen Könige beherrschten das kleine, schmale und zivilisierte Westküstenland und das weit größere, wilde ARKLAND. Dank ihres Wissens und ihrer Technik bestimmten sie von ihren Stadtburgen im Westküstenland aus das Schicksal der Bewohner des ARKLANDs.

Eines Tages aber begehrten die Bewohner des ARKLANDs auf. Als der Große Krieg endete, waren die Weißen Könige besiegt und vernichtet. Und das ARKLAND schien frei.
Tausend Jahre später machen sich zwei Männer auf, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Der eine ist Sorrent aus Shalin, einer ehemaligen Stadtburg der Weißen Könige. Der andere ist Enroc Mendolla aus dem ARKLAND, ein Krieger der Welt. Der eine sucht nach der Zukunft für seine Heimat, der andere nach den vergessenen Antworten der Vergangenheit. Doch oftmals sind Vergangenheit und Zukunft nur verschiedene Aspekte derselben Sache und untrennbar miteinander verknüpft. Manchmal sind sie sogar dasselbe...

Auf der diesjährigen Fark nahm ich an der Lesung des Verlages Torsten Low teil. Angeregt durch meine Lektüre der Erben Abbandons wollte ich mal schauen, was der Verlag noch so zu bieten hat. In den letzten Jahren wurde ich immer wieder auf dem Buchmessecon in Dreieich auf die Arkland-Reihe aufmerksam, hatte mich aus mir unbekannten Gründen aber bisher nicht näher damit befasst. Bis zur besagten Lesung auf der Fark. Der Autor Holger M. Pohl war mir nur namentliche durch seine Beiträge zu Rettungskreuzer Ikarus bekannt. Gelesen hatte ich noch nichts von ihm. Seine Lesung war keine klassische, sondern er wollte die Serie einfach insgesamt den Zuhörern näher bringen, was mir sehr gefiel. Er erzählte aus dem Stegreif sehr viel über den Weltenaufbau und die Protagonisten und rundete das ganze mit kleinen Auszügen aus dem ersten Roman ab. Damit hatte er mein Interesse sofort geweckt. Das Ganze machte einen unkonventionellen, unverbrauchten Eindruck. Somit griff ich zu und lies mir mein Exemplar gleich vor Ort signieren. Mittlerweile habe ich den ersten Band gelesen und mein erster Eindruck hat sich bestätigt. 

Von Anfang an hat der Autor mich mit seiner Geschichte an der Angel. Ein sehr guter und flüssiger Schreibstil unterstreicht den tollen Weltenaufbau und Hintergrund der Geschichte. Die größte Stärke des Autors und des Romans ist es aber, dosiert die Geheimnisse um Arkland und seine Geschichte zu präsentieren und diese auch genauso dosiert zu lüften ohne das Gesamtbild zu verraten. Das baut Spannung und Interesse auf und es gelingt dem Autor diese auch bis zur letzten Seite aufrecht zu halten. Man erkennt den Einfluß klassischer Fantasyautoren, aber dennoch hat Holger M. Pohl etwas einzigartiges erschaffen. Denn dieser Roman ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher gelesen habe. Es ist High Fantasy, aber auch nicht. Seine Welt kommt ohne klassische Magie aus. Diese „magischen“ Elemente werden durch Technik ersetzt deren Hintergrund einen dystopischen Ansatz haben. Es gibt keine Elfen, Zwerge oder Orks, dafür haben einige seiner Protagonisten „übersinnliche“ Aspekte. Pohl besetzt seinen Roman nicht mit stereotypen Helden und Antihelden. Er erschafft eine wirklich innovative und außergewöhnliche Geschichte. Es wird die Quest zweier völlig unterschiedlicher Männer erzählt, die dennoch eine zunächst unbekannte Verbindung zueinander haben. Ihre spannend beschriebenen Wege führen die beiden am Ende schließlich zusammen. Besonders beeindruckt hat mich die Begegnung mit Pansal und das Schicksal der Kenwisch. Dieser Teil des Romans wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Am Ende wird das Bild der Welt etwas klarer, aber es bleiben unzählige Fragen offen, die in den nächsten Bänden beantwortet werden wollen. So freue ich mich schon auf den kommenden Buchmessecon, um die nächsten Bücher der Reihe zu ergattern.

Perry Rhodan Mission SOL 9 - Ins Herz der Finsternis - von Ben Calvin Hary

Geschrieben von Ben Calvin Hary
Titelbild von Dirk Schulz
Erschienen am 04.10.2019

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: Seit über 3000 Jahren reisen die Menschen zu den Sternen. Sie haben unzählige Planeten besiedelt und sind faszinierenden Fremdvölkern begegnet. Terranische Raumschiffe erforschen das Universum, manche werden zu Legenden – insbesondere die gigantische, hantelförmige SOL. Perry Rhodan hat die Menschheit von Beginn an bei ihren Vorstößen ins All geleitet. Als er in der Milchstraße eine kosmische Katastrophe abwenden will, wird er unfreiwillig in die ferne Galaxis Tare-Scharm versetzt. Dort stößt er auf Nachkommen der SOL-Besatzung, lernt mehr über die riesige Welt Evolux und macht sich auf die Suche nach dem Mittelteil des Raumschiffs. Rhodan entdeckt, dass die Besatzung in einer Proto-Chaotischen Zelle gefangen ist. Die Enthüllung, wo sich diese bizarre Raum-Zeit-Region verbirgt, ist ein Schock für alle. Um seinen Sohn und dessen Gefährten von dort zu retten, verbündet sich Perry Rhodan mit einer dubiosen Verschwörergruppe. Er wagt den Vorstoß INS HERZ DER FINSTERNIS …

Während auf der Oberfläche von Evolux die Aufstände toben, begibt sich Perry Rhodan mit den beiden SOL-Zellen ins Herz des Planeten und stößt zur Proto-Chaotischen Zelle vor um das SOL-Mittelteil zu retten. Rhodan gelingt es in die Zelle und schließlich auch zum Mittelteil vorzudringen und letztendlich auch das Raumschiff samt Besatzung zu befreien. Aber im letzten Moment gerät der Erfolg der Mission in Gefahr. Die Parafragmente die sich in Roi Danton und den Solanern festgesetzt haben, könnten beim Verlassen der Zelle ihr Verderben sein. Erneut bietet der zwielichtige Heltamar seine Unterstützung an.

Ein toller, spannender und sehr atmosphärischer Beitrag von Ben Calvin Hary. Der Roman verbreitete wieder viel Sense of Wonder. Mein Highlight war der Vorstoß in die mysteriöse Proto-Chaotische Zelle. Und als Perry schließlich in das Mittelteil vordringt und auf Michael trifft, hatte ich echt Gänsehaut. Ein gespenstisch gute und bedrückende Atmosphäre hat der Autor hier aufgebaut. Auch mit dem neunten Band hält die Serie das hohe Niveau und die Spannung wie keine Miniserie zuvor. Heltamar und sein undurchsichtiges Spiel macht ihn zur großen Unbekannten in der Serie. Ich bin auf die wahren Hintergründe gespannt die ihn zu seinem zwielichtigen Handeln und seiner Rolle und die seiner Vorfahren in diesem kosmischen Spiel bewegt haben. Auch Mahlia ist ein guter und vielschichtiger Charakter in der Serie, den die Autoren wunderbar in Szene gesetzt haben. Selten habe ich mich so auf ein Zyklus- bzw. Serienfinale bei Perry Rhodan gefreut. Ich bin auch sehr gespannt, wie Rhodans Rückkehr in die Milchstraße aussehen wird und wie es mit Michael weitergeht.

Perry Rhodan Mission SOL 8 - Krise auf Evolux - von Bernd Perplies

Geschrieben von Bernd Perplies
Titelbild von Dirk Schulz
Erschienen am 20.09.2019

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1552 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: Seit über 3000 Jahren reisen die Menschen zu den Sternen. Sie haben unzählige Planeten besiedelt und sind faszinierenden Fremdvölkern begegnet. Terranische Raumschiffe erforschen das Universum, manche werden zu Legenden – insbesondere die gigantische, hantelförmige SOL. Perry Rhodan hat die Menschheit von Beginn an bei ihren Vorstößen ins All geleitet. Als er in der Milchstraße eine kosmische Katastrophe abwenden will, wird er unfreiwillig in die ferne Galaxis Tare-Scharm versetzt. Dort stößt er auf Nachkommen der SOL-Besatzung, lernt mehr über die riesige Welt Evolux und macht sich auf die Suche nach dem Mittelteil des Raumschiffs. Rhodan entdeckt, dass die Besatzung in einer Proto-Chaotischen Zelle gefangen ist. Dann erfahren Rhodan und seine Begleiter, wo sich diese Zelle befindet – ein Schock vor allem für die Bewohner des Werftplaneten Evolux. Offenbar haben sich in Tare-Scharm ungeahnte Machtmittel der Chaosmächte über Jahrmillio­nen hinweg halten können. Prompt kommt es zur KRISE AUF EVOLUX …

Nun ist es ja raus, wo sich die Proto-Chaotische Zelle befindet in der das SOL-Mittelteil festsitzt. Bernd Perplies schildert in seinem zweiten Beitrag zur Miniserie die daraus resultierenden Aufstände auf Evolux und die Widerstände die auf Perry Rhodan warten, um endgültig zum fehlenden Teil des legendären Raumschiffs vordringen zu können. Alaska Saedelaere unterstützt ihn weiterhin soweit er kann. 

Ein sehr gelungener Beitrag, der teilweise sehr actionlastig ist, aber auch einige Längen aufweist. Dennoch bietet der Roman spannende und interessante Aspekte, obwohl er wesentlich weniger entscheidende Dinge zum Gesamtbild der Serie beiträgt als die vorangegangenen Romane der Reihe. Perplies ist aber ein hervorragender Erzähler und er schildert die Spannungen auf Evolux und auch das Zweckbündnis mit dem zwielichtigen Heltamar (mit dem Ziel die Proto-Chaotische Zelle zu stabilisieren) hervorragend. Die Handlung um Mahlia Meyun und ihre innere Zerrissenheit als Spielball in diesen kosmischen Ereignissen sind auch ein gelungener Handlungsabschnitt des Romans. Mehr gespannt bin ich allerdings auf den Vorstoß in die Proto-Chaotische Zelle. Dieser Roman bereitet lediglich den Weg dorthin und wir müssen uns leider nochmal zwei Wochen gedulden bis wir Michael und die verschollenen Solaner vielleicht endlich wiedersehen werden.

Montag, 7. Oktober 2019

Maddrax 514 - Atemlose Jagd - von Ian Rolf Hill

Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erschienen am 01.10.2019
Cover von Shutterstock


Als Ydiel von der fremden Waffe getroffen wird, schließt er mit seinem Leben ab. Umso überraschter ist er, als er nach kurzer Ohnmacht in einer fremden Welt erwacht – eine Welt riesiger Gewächse und skurriler Monster. Doch allmählich begreift der Sauroide, dass er noch immer auf derselben Erde weilt – auf Insektengröße verkleinert.
Ydiel hat nicht viel Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen, denn in dieser Welt herrscht ein ständiger Kampf ums Überleben, und er ist die Beute!

Ydiel hat den Angriff von Kormak überlebt, denn die Waffe aus dem Arsenal des Archivars war nicht tödlich, sondern hat den Sauroiden geschrumpft. Nun kämpft er in Insektengröße ums Überleben und versucht Matt und Aruula auf sich und sein Schicksal aufmerksam zu machen. Diese haben mittlerweile herausgefunden, dass Kormak den Absturz des Gleiters überlebt hat und sich nun auf den Weg zum Hort des Wissens macht. Mit der Unsterstützung von Miki Takeo nehmen sie die Verfolgung auf, ohne zu ahnen, das die Bombe mit an Bord ist, die ihnen Jacob Smythe aus der Parallelfeld in den Gleiter geschmuggelt hat und die ab einer Flughöhe von 500 Metern detonieren wird.

Der Roman setzt nahtlos die Ereignisse aus Band 512 fort und nimmt auch Elemente aus dem direkten Vorgängerband auf. Zunächst geht es um Ydiel, der (wie das Cover schon zeigt) ganz und gar nicht tot ist. Sehr zu meiner Überraschung und Freude, wie ich gestehen muss. Sein Schicksal erinnerte mich an den 60er Science-Fiction-Film "Die unglaubliche Geschichte des Mister C." in denen besagter Mister C. geschrumpft wird und gegen Katzen und Spinnen ums Überleben kämpfen muss. Schön, dass der Sauroide weiterhin dabei ist. Eine Nebenhandlung beschäftigt sich noch mit der Bombe an Bord des Gleiters von Matt und Aruula und auch Aleeksander, Beeti und Minkaa sind wieder mit dabei. Dazu kommt noch Kormak der den Absturz überlebt hat und nun auch Wind vom Hort des Wissens und den Artefakten des Archivars bekommen hat. Wie man sieht, beinhaltet der Roman eine bunte Fortsetzung vorangegangener Handlungsstränge. Insgesamt war der Beitrag von Florian Hilleberg auch diesmal sehr lesenswert. Allerdings fand ich keine Ebene so richtig überzeugend und konsequent fortgeführt. Ydiel ist eigentlich der Hauptakteur des Romans. Seine Erlebnisse kommen aber durch die beiden anderen Stränge für meinen Geschmack zu kurz.